Pressemitteilung, , Gütersloh: Jubiläumskonzert "25 Jahre NEUE STIMMEN 2012"

Stargast Thomas Hampson sang "Di Provenza" aus La Traviata

Als Höhepunkt und Abschluss des Jubiläumsjahres 25 Jahre NEUE STIMMEN hob sich am Samstagabend im Theater der Stadt Gütersloh der Vorhang für ein brilliantes Konzert mit Arien aus Opern und Operetten und zehn ehemaligen Teilnehmern und Finalisten, von denen zahlreiche an großen Opernhäusern der Welt singen. Darunter waren auch die Vorjahressiegerin Olga Bezsmertna mit einer Puccini Arie und Franco Fagioli, (Preisträger 2003), einer der bedeutendsten Countertenöre der Welt. Als Stargast des Abends sang der US amerikanische Bariton Thomas Hampson die Arie "Di Provenza" aus La Traviata.

Es spielten die Bochumer Symphoniker unter der Leitung von Marcus Bosch. Der Gütersloher Knabenchor und der Bachchor Gütersloh unter ihrem Leiter Sigmund Bothmann brachten sich mit Beiträgen aus Bizets Carmen und Offenbachs Barcarole in die Aufführung ein. Durch die optisch mit Laseranimationen facettenreiche gestaltete musikalische Reise durch die Jahrhunderte führte Prof. Dr. Holger Noltze. Die Präsidentin der NEUEN STIMMEN und stellvertretende Vorsitzende der Bertelsmann Stiftung, Liz Mohn, begrüßte nach der festlichen Ouvertüre von Dmitri Schostakowitsch und einer Kostprobe aus Bizets „Carmen“ die rund 500 Gäste. In ihrer Rede blickte sie auf die Entwicklung und Internationalisierung des Wettbewerbs seit 1987 zurück und betonte sein Alleinstellungsmerkmal: "Seit Gründung der NEUEN STIMMEN lag uns immer eins besonders am Herzen - die Fürsorge für die jungen Talente! Wir wollen sie auf ihrem Weg in eine nachhaltige Karriere begleiten und diese Rohdiamanten über den Wettbewerb hinaus fördern." Musik verbinde Menschen über Sprachen und Grenzen hinweg und baue Brücken der friedlichen Verständigung zwischen Völkern, Kulturen und Religionen.

 

In herzlichen Worten würdigte der langjährige künstlerische Leiter der NEUEN STIMMEN, Gustav Kuhn, Liz Mohns großes Engagement für den Internationalen Gesangswettbewerb und seine Sänger. Der Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Prof. Dr. Jürgen Flimm, ließ in seiner Festrede die 25-jährige Geschichte des Wettbewerbs Revue passieren und lobte die Arbeit der Jury. „Sie hat immer ein ziemlich feines Öhrchen gehabt – die Namen, die vorher keiner kannte, nach dem Treffen in Ostwestfalen, waren sie in aller Welt Munde.“ Grußbotschaften kamen auch von Henry Kissinger, ehemaliger US-Außenminister, Dirigent Daniel Barenboim, Udo Jürgens, Peter Maffay sowie den ehemaligen Presiträgern Vesselina Kasarova und René Pape. Per Video gratulierten sie zum 25-jährigen Jubiläum.

Den musikalischen Reigen eröffnete der chinesische Bass und Preisträger von 1997, Liang Li mit der Arie "In diesen heilgen Hallen" aus Mozarts Zauberflöte. Beeindruckend das Duett von Günter Papendell mit Corby Welch aus den Perlenfischern von Bizet, Julia Novikovas (Preisträgerin 2007) „Walzerarie“ von Charles Gounod und der Tenor Andrej Dunaev mit der Kanzone des Herzogs aus Rigoletto. Besonders beeindruckte ein Madrigal von Monteverdi mit Countertenor Franco Fagioli und Emanuele Forni an der Laute.

Vor 25 Jahren gewann die französische Sängerin Nathalie Stutzmann den 1. Preis beim ersten Internationalen Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN in Gütersloh, der von Liz und Reinhard Mohn zuvor ins Leben gerufen worden war. Seitdem bewarben sich über 10.000 junge Talente aus 70 Nationen, 833 erreichten das Finale und 97 erhielten Preise. 1997 wurden die NEUEN STIMMEN um einen alle zwei Jahre stattfindenden Meisterkurs erweitert und dieses Jahr um eine Liedmeisterklasse ergänzt.

 

 

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