Blick auf Tallinn
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Zur inhaltlichen Vorbereitung des Reinhard Mohn Preises 2017 zum Thema „Smart Country – Vernetzt. Intelligent. Digital.” recherchiert das Projektteam vorbildliche digitale Projekte und Anwendungen weltweit. Im Fokus stehen dabei verschiedene Handlungsfelder wie Wirtschaft & Arbeit, Gesundheit & Pflege, Politik & Verwaltung, Mobilität & Logistik, Lernen & Information. Ein wichtiger Baustein sind Vor-Ort-Recherchen in ausgewählten Ländern. Neben Estland bereiste das Team auch Schweden, Österreich und Israel.

Estland gestaltet die Digitalisierung seit nunmehr zwei Jahrzehnten. Sie wurde im ganzen Land als Veränderungsprozess angenommen und flankiert durch vorausschauende politische Entscheidungen, die einen notwendigen Rahmen gesetzt haben. Ein Vorreiter dabei ist der frühere estnische Staatspräsident Toomas Hendrik Ilves, der den diesjährigen Reinhard Mohn Preis erhält. Er wird als Vordenker der Digitalisierung in Regierung, Verwaltung und Bildung geehrt.

Auf unserer Recherchereise haben wir in vielen Vor-Ort-Gesprächen mit Verantwortlichen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft erfahren, dass das Land mit Blick auf die Digitalisierung von einer positiven Fehlerkultur geprägt ist, die das Machen und Ausprobieren fördert und zulässt, aus Fehlern zu lernen.

Im Ergebnis gibt es in Estland heute viele vorbildliche digitale Lösungen, die in den Alltag der Bevölkerung integriert sind. Staatliche Dienstleistungen und alle notwendigen Angelegenheiten werden für die Menschen im Land ebenso einfach wie innovativ digital geregelt, sind damit leicht zugänglich und können von jedem Einwohner genutzt werden. Alles lässt sich digital erledigen – mit wenigen Ausnahmen: Heirat, Scheidung und Hauskauf.

Um die Voraussetzungen für eine Digitalisierung in den einzelnen Staaten näher zu beleuchten, haben wir außerdem einige Kennzahlen visualisiert, die vier bereisten Staaten mit Deutschland vergleichen.

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