Bertelsmann Stiftung (ed.)

Impulse #2015/07:
Schuldenabbau durch Ausgabenkürzungen – saldenmechanische Zusammenhänge und wirtschaftspolitische Implikationen für Griechenland*

Impulse Reihe Zukunft Soziale Marktwirtschaft

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Am 19. August dieses Jahres wurde das Memorandum of Understanding zwischen der Europäischen Kommission und Griechenland unterschrieben. Das machte den Weg für ein drittes Hilfspaket für Griechenland frei. Damit können Griechenland in den kommenden drei Jahren Kredite in Höhe von bis zu 86 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Als Gegenleistung verlangen die Gläubiger u. a. eine schnelle Reduzierung der staatlichen Schulden bzw. eine Verringerung des jährlichen öffentlichen Finanzierungsdefizits. Hierzu sollen staatliche Ausgaben gesenkt und Steuereinnahmen erhöht werden. Vor dem Hintergrund der saldenmechanischen Zusammenhänge aus der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung ist jedoch anzunehmen, dass dieses Vorgehen wenig Aussicht auf Erfolg hat. Vielmehr ist zu befürchten, dass der wirtschaftliche Abschwung Griechenlands dadurch verschärft wird.