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Studie: Potenziale sozialer Innovationen in der ambulanten Langzeitpflege

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Hintergrund

Im Zuge demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen wird die professionelle ambulante Langzeitpflege weiter an Bedeutung gewinnen. Die Zahl pflegebedürftiger Menschen wird deutlich steigen und allein dadurch die Nachfrage nach differenzierten sozialen Pflegedienstleistungen zunehmen. Gleichzeitig geht das familiäre Pflegepotenzial zurück. Der dadurch erhöhte Bedarf nach professionellen Pflegeleistungen trifft auf den bereits heute spürbaren und sich in Zukunft deutlich verschärfenden Fachkräftemangel. Auf diese Herausforderungen ist das Pflegesystem nicht vorbereitet. Um dem Anspruch eines nachhaltigen Ressourceneinsatzes besser gerecht zu werden und dabei den vielfältigen Bedürfnissen von pflegebedürftigen Personen, pflegenden Angehörigen sowie Pflegefachpersonen besser Rechnung zu tragen, ist es auch nötig, bestehende Strukturen im Pflegesystem aufzubrechen und mehr innovative Ideen und Konzepte umzusetzen. Für derartige innovative Vorgehensweisen in der ambulanten Langzeitpflege, die z. B. neue Dienstleistungen, neuartige Prozesse, Organisationsstrukturen oder Kooperationsformen umfassen, verwenden wir den Begriff soziale Innovationen.

Ziel

Die Studie hat zum Ziel, soziale Innovationen bzw. innovative Pflegesettings in der ambulanten Langzeitpflege in Deutschland anhand einheitlicher Kriterien zu systematisieren und zu untersuchen, inwiefern sie Ressourcen aktivieren oder nutzen, auf die das traditionelle Pflegesystem nicht zurückgreift, und dadurch die Bedarfe von Pflegebedürftigen, professionell Pflegenden oder pflegenden Angehörigen besser befriedigen. Darauf aufbauend fragen wir nach den Erfolgskriterien und notwendigen Rahmenbedingungen, damit soziale Innovationen in der ambulanten Langzeitpflege in die Regelversorgung überführt werden und sich stärker in der Fläche durchsetzen können.

Vorgehen

Neben einer systematischen Literatur- und Internetrecherche bereits evaluierter innovativer (Modell-) Projekte werden qualitative Interviews mit Vertretern innovativer und in der Praxis erfolgreicher Projekte geführt und anschließend mit Blick auf deren Charakteristika, Wirkung und Erfolgskriterien systematisch ausgewertet.

Projektpartner

Dr. Grit Braeseke (Bereichsleiterin Pflege), IGES Institut

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