Ein Kompass in Nahaufnahme. In der Mitte der Kompassnadel sitzt eine blaue Kugel mit goldenen Sternen, die die EU-Flagge symbolisiert.
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Brauchen wir einen europäischen Finanzminister? Wie schnell sollte die EU ein Freihandelsabkommen mit Großbritannien abschließen? Welche Position bezieht die EU gegenüber Syrien oder dem Iran? Die EU steht vor immensen inneren und äußeren Herausforderungen. Eine wichtige Weichenstellung für ihre Zukunft wird im Frühjahr 2019 mit den Wahlen zum Europäischen Parlament getroffen. Doch die zukünftigen Marschrouten der EU berühren nicht nur Experten und Parlamentarier in Brüssel und Straßburg, sondern auch über 512 Millionen Bürger der Europäischen Union.

Um möglichst viele Menschen in Debatten und Gespräche einzubinden, startet die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem Projekt Twelve Stars sowie der Heinrich-Böll-Stiftung und der Universität Hamburg  ab 18. Mai eine mehrmonatige Online-Debatte zu drängenden Fragen rund um die Zukunft der EU. Am Ende der Debatten soll ein Buch erscheinen, in dem die jeweiligen Experten die Kommentare und Meinungen der Bürger in ihre Beiträge einfließen lassen.

Startschuss für die Online-Debatten ist der 18. Mai. Bis Mitte Juni debattieren dann – jeweils wöchentlich, von Freitag bis Sonntag zwischen 17 und 20 Uhr (MEZ) – Experten aus Politik und Philosophie ihre konkreten Vorschläge zur Zukunft der EU mit interessierten Teilnehmern. Auf der Website kann sich jeder zu den jeweiligen Debatten anmelden und die Themen zukünftiger Online-Diskussionen einsehen: www.twelvestars.eu/participate. Die Diskussionen finden aus praktischen Gründen auf Englisch statt.

Am Anfang jeder Debatte steht ein Statement oder eine Frage jeweils eines Experten. Dann sind die Teilnehmer gefragt: Ist das Thema überhaupt relevant? Wie stehen sie zur Meinung der Experten?  Die Onlinedebatte gliedert sich in fünf Themenfelder:

  • Europas Verfassung
  • Europas Geld
  • Europäische Solidarität
  • Europas Regeln und Gesetze
  • Europa und die Welt 

Die erste Debatte am 18. Mai ab 17 Uhr wird von Peter Dietsch geleitet, Professor an der Universität Montreal. Seine Ausgangsthese widmet sich den Auswirkungen der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank.

Weitere Experten des Projektes Twelve Stars, die an den Debatten teilnehmen sind unter anderem: Matthew Braham, Cécile Fabre, Rainer Forst, Lisa Herzog, Jakub Kloc-Konkolowicz, Eszter Kollar, Kalypso Nicolaidis, Martin O’Neill und Philippe van Parijs. Sie forschen und lehren unter anderem an den Universitäten von Hamburg, Oxford, Löwen, Warschau, München, Göteborg, York, Florenz, Cambridge oder Harvard.

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