Ein Junge spielt mit einem Spielzeugauto auf einer gezeichneten Leinwand.
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Viele Kommunen haben das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung mittlerweile fest in ihrer politischen Agenda verankert. Sie leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag, den Begriff der „Nachhaltigkeit“ vor Ort mit Leben zu füllen. Nachhaltige Kommunen zeichnen sich dadurch aus, dass die verantwortlichen Akteure ihre Entscheidungen für das Gemeinwesen generationengerecht und ganzheitlich ausrichten und dabei möglichst partizipativ vorgehen. Der Begriff „ganzheitlich“umfasst in diesem Zusammenhang ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement steht dabei vor immensen Herausforderungen: die demographische Entwicklung und die kommunale Finanzsituation, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Während viele Kommunen bereits durch die Veröffentlichung entsprechender Berichte Transparenz über den Stand der nachhaltigen Entwicklung herstellen, gibt es noch keine bundesweit geeigneten Empfehlungen für ein Monitoring der Nachhaltigkeit und der damit verbundenen Steuerungsaufgaben auf kommunaler Ebene. Hier setzt der Monitor Nachhaltige Kommune an. Im Auftrag und gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung hat das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) bereits während der Pilotphase des Projektes einen ersten Katalog an Kernindikatoren in den für nachhaltige Entwicklung zentralen Handlungsfeldern erarbeitet. Dadurch sollen den Kommunen geeignete Kennzahlen für die Messung bestimmter Sachverhalte zum Thema „Nachhaltigkeit“ vorgeschlagen und realistische Maßstäbe für die Selbsteinstufung geliefert werden. Einblicke in die Prozesse des Nachhaltigkeitsmanagements sind im Pilotprojekt darüber hinaus durch eine Befragung der Verwaltungschefs in den Kommunen hergestellt worden. Die Indikatorenerhebung und die Befragung waren jeweils auf alle Landkreise und Städte bzw. Gemeinden in Deutschland mit mindestens 5.000 Einwohnern ausgerichtet.

Die Pilotphase zur modellhaften Entwicklung des Monitors dauerte von Anfang Juli 2015 bis März 2017. Anschließend ist geplant, den Monitor weiter zu entwickeln, zu ergänzen und jährlich zu aktualisieren.

Das Folgeprojekt ist von Anfang April 2017 bis Ende Dezember 2020 geplant. Hierbei werden regelmäßig Befragungen durchgeführt sowie Indikatoren (weiter-)entwickelt und erhoben. Darüber hinaus ist auch ein modellhafter Einsatz von Indikatoren im Rahmen des kommunalen Nachhaltigkeitsmanagement geplant. Schließlich sollen eine Reihe von Netzwerkveranstaltungen durchgeführt werden.

Insgesamt soll der Monitor so praxisgerecht wie möglich gestaltet werden. Deshalb ist eine enge Kooperation mit den Kommunen und den kommunalen Spitzenverbänden sowie weiteren Projektpartnern vorgesehen.

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