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Auf der politischen Agenda vieler Kommunen ist das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung mittlerweile fest verankert. Sie leisten dadurch einen wesentlichen Beitrag, den Begriff der „Nachhaltigkeit“ vor Ort mit Leben zu füllen. Nachhaltige Kommunen zeichnen sich dadurch aus, dass die verantwortlichen Akteure ihre Entscheidungen für das Gemeinwesen generationengerecht und ganzheitlich ausrichten und dabei möglichst partizipativ vorgehen. Dabei umfasst „ganzheitlich“ in diesem Zusammenhang ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement steht dabei vor immensen Herausforderungen: die demographische Entwicklung und die kommunale Finanzsituation, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Während viele Kommunen bereits durch die Veröffentlichung entsprechender Berichte Transparenz über den Stand der nachhaltigen Entwicklung herstellen, gibt es noch kein Instrument für ein bundesweites Monitoring der Nachhaltigkeit und der damit verbundenen Steuerungsaufgaben auf kommunaler Ebene. Hier setzt der Monitor Nachhaltige Kommune an. Im Auftrag und gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung wird das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) während der Pilotphase des Projekts eine Ermittlung von Kernindikatoren in den für nachhaltige Entwicklung zentralen Handlungsfeldern durchführen. Dadurch sollen den Kommunen geeignete Indikatoren für die Messung bestimmter Sachverhalte zum Thema „Nachhaltigkeit“ vorgeschlagen und realistische Maßstäbe für die Selbsteinstufung geliefert werden. Einblicke in die Prozesse des Nachhaltigkeitsmanagements werden darüber hinaus durch eine Befragung der Verwaltungschefs in den Kommunen hergestellt. In die Indikatorenerhebung und die Befragung sollen alle Landkreise und Städte bzw. Gemeinden in Deutschland mit mindestens 5.000 Einwohnern einbezogen werden.

Der Monitor soll so praxisgerecht wie möglich gestaltet werden. Deshalb ist eine enge Kooperation mit den Kommunen und den kommunalen Spitzenverbänden vorgesehen.

Die Pilotphase zur modellhaften Entwicklung des Monitors ist von Mitte 2015 bis Ende 2016 angelegt. Anschließend ist geplant, den Monitor weiter zu entwickeln, zu ergänzen und jährlich zu aktualisieren.

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