Vater mit Kind und Erzieherin
Jan Voth

Die Bertelsmann Stiftung veröffentlicht jährlich Daten und Fakten zur Situation der KiTas in allen Bundesländern. Damit auch die Vorstellungen von Eltern in die KiTa-Politik einfließen, führte die Bertelsmann Stiftung, in Zusammenarbeit mit infratest dimap, die bundesweite Elternbefragung "ElternZOOM" durch. Im Herbst 2017 wurden insgesamt 10.491 Eltern von KiTa-Kindern zu den Themen Teilhabe, Qualität und Finanzierung befragt. Die Ergebnisse des Themenbereichs Finanzierung liegen nun vor.

 Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal herzlich bei allen KiTas, Jugendämtern, Verbänden und anderen Organisationen bedanken, die unser Infoschreiben an interessierte Eltern weitergegeben haben. Besonders möchten wir uns außerdem bei den Eltern bedanken, die an der Befragung teilgenommen haben.

Die Pressemeldung finden Sie hier.

Publikation

ElternZOOM 2017 beschäftigte sich mit den folgenden Themenschwerpunkten und Fragestellungen:

Teilhabe

  • Sind die Betreuungszeiten innerhalb der KiTa für alle Familien bedarfsgerecht?
  • Welche Hürden gibt es auf dem Weg zu einem KiTa-Platz?
  • Wie lange dauert die Suche nach einem KiTa-Platz?

Qualität

  • Was ist Eltern bei der Entscheidung für einen KiTa-Platz wichtig?
  • Welche Erziehungsvorstellungen haben Eltern für Ihre Kinder?

 Finanzierung

  • Wie hoch ist der KiTa-Beitrag den Eltern aktuell zahlen müssen?
  • Welche Zusatzkosten entstehen den Eltern?

Die Ergebnisse der Befragung beruhen auf zwei gesondert erhobenen Stichproben. Stichprobe 1 (erhoben durch infratest dimap) umfasst 4.668 Quoten-Befragungen aus einem Online-Accesspanel, welche nach Gewichtung die Merkmale Alter, Geschlecht, Personen im Haushalt, Familienstand, Berufstätigkeit, Bildung, Ost/West und Bundesland passend repräsentieren. Aus dieser „Quotenstichprobe auf Basis repräsentativer Merkmale“ lassen sich Aussagen für die gesamte Bundesrepublik ableiten, speziell bzgl. Häufigkeiten und prozentualen Anteilen.

Eine zweite Stichprobe, bestehend aus 5.824 Eltern, wurde über Aushänge in Kitas sowie über Anzeigen in Zeitschriften und online selbst rekrutiert. Hierzu hat die Bertelsmann Stiftung 49.051 Kitas in Deutschland per Mail oder postalisch über die Befragung informiert und ein Infoschreiben als Aushang zur Verfügung gestellt. Durch die aus diesem Vorgehen resultierte Selbstselektion von Eltern wird hier von einer „Interessierten-Stichprobe“.

gesprochen. Es wird angenommen, dass die teilnehmenden Eltern ein besonderes Interesse an den Themen Kita, Qualität in Kitas und Kindererziehung haben und sich deshalb um eine Teilnahme der Befragung bemüht haben.

Für Aussagen zu bestimmten Fragestellungen auf Bundesländerebene wurden beide Stichproben zusammengelegt. Dadurch können die Einstellungen, Ansichten und Empfinden möglichst vieler Eltern berücksichtigt werden. Zudem liegen somit ausreichend große Unterstichproben vor, so dass Zusammenhänge zwischen einzelnen Aussagen und Antworten als robust angesehen werden können. In der Studie wird sie „Gesamtstichprobe“ genannt.

Die Berechnungen zu den Kosten des Qualitätsausbaus beruhen auf Veröffentlichungen des Ländermonitors frühkindliche Bildungssysteme (www.laendermonitor.de).