Hubschrauberlandeplatz
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Das Projekt: Neuordnung Krankenhaus-Landschaft: Weniger ist mehr

In Deutschland gibt es zu viele Krankenhäuser. Wir zeigen, wie man mit weniger Kliniken eine bessere Versorgungsqualität bekommt.

Die Experten sind sich einig: Die Krankenhauslandschaft ist geprägt von Überkapazitäten und unzureichender Spezialisierung. Die gegenwärtige Versorgung ist nicht nur aufgebläht und teuer; die Patienten werden auch viel schlechter versorgt als nötig.

Zentrale Probleme ungelöst

Aber es werden nicht nur  zu viele Leistungen in zu schlechter Qualität erbracht. Auch für die zukünftige Versorgung sieht es schlecht aus, weil einige der großen Probleme in der heutigen Klinikstruktur nicht gelöst werden: 

  • Viele Kliniken sind defizitär
  • Es gibt zu wenig Pflegepersonal
  • Die Bundesländer stellen zu wenig Geld für die notwendigen Investitionen zur Verfügung

Trotz all dieser Probleme sind Krankenhausschließungen unpopulär: Jeder Versuch wird vor Ort von Protesten begleitet, weil die Versorgungssicherheit infrage gestellt wird.

Umdenken erforderlich

Die gegenwärtige Debatte ist geprägt von dem Bestreben, den Status quo zu erhalten und die Versorgung in den entlegeneren Regionen zu sichern. Erforderlich ist ein Paradigmenwechsel: Weg vom Primat der Wohnortnähe, hin zu einer echten Patientenorientierung mit einer entsprechenden Qualitätsorientierung. Wir möchten  hierzu einen Beitrag leisten. Dazu sind drei Projektbausteine vorgesehen:

  1. Zur Orientierung des fachlichen Diskurses skizzieren wir zusammen mit führenden Krankenhausexperten ein Zielbild, das beschreibt, wohin sich die Kliniklandschaft in Deutschland entwickeln muss.
  2. Wir wollen aufzeigen, was die Umsetzung des Zielbildes für einzelne Regionen konkret bedeutet und wie weit die gegenwärtige Krankenhausstruktur vom Ideal entfernt ist.
  3. Wir wollen dazu beitragen, dass in Deutschland der Umbau der Krankenhauslandschaft in Richtung des Zielbildes erfolgt.

Mitglieder des Kernteams und des Review-Boards

Review-Board

  • Prof. Dr. Boris Augurzky, Institute for Health Care Business GmbH
  • Prof. Dr. Andreas Beivers, Hochschule Fresenius
  • Prof. Dr. Max Geraedts, Uni Marburg
  • Dr. Matthias Gruhl, Stadt Hamburg
  • Prof. Dr. Bernt-Peter Robra, Uni Magdeburg
  • Prof. Dr. Jonas Schreyögg, Uni Hamburg

Kernteam

  • Dr. Martin Albrecht, IGES
  • Dr. Jan Böcken, Bertelsmann Stiftung
  • Prof. Dr. Reinhard Busse, TU Berlin
  • Dr. Stefan Loos, IGES
  • Dr. Uwe Preusker, freiberuflicher Berater
  • Uwe Schwenk, Bertelsmann Stiftung
  • Karsten Zich, IGES

Projekte

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Studien: Überversorgung schadet den Patienten

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Konzept: Angehörigenbefragung in der stationären Altenpflege