Tablet mit der Strategiekarte
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Erziehungshilfen: Wie können die Erziehungshilfen auf kommunaler Ebene wirksamer gestaltet werden?

Veränderte Lebensbedingungen von Kindern und Familien führen zu einer wachsenden Nachfrage nach „Hilfen zur Erziehung“. Eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote, die im achten Sozialgesetzbuch festgelegt sind, soll Kindern und Familien helfen, ihre Probleme zu lösen. Doch welche Hilfe ist die Richtige?

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Die Strategiekarten Hilfen zur Erziehung:

In den letzten Jahren erleben wir einen schnellen gesellschaftlichen Wandel. Zunehmende Berufstätigkeit von Frauen, ein-Eltern-Familien, kulturelle Vielfalt, um nur einige Beispiele zu nennen, alles hat Auswirklungen auf das Familienleben, auf das Umfeld und somit auf das Aufwachsen von Kindern.

Neue Erfahrungen zu machen, nicht auf Tradiertes zurückgreifen zu können, bedeutet gleichzeitig, bei Schwierigkeiten neue Lösungen finden zu müssen. Doch nicht nur im privaten Umfeld kommt es zu Veränderungen, auch strukturell sehen wir in Deutschland, dass Armut und damit Kinderarmut zunimmt. Je nachdem, welche Faktoren berücksichtigt werden, gilt jedes vierte oder fünfte Kind in Deutschland als arm. Besonders häufig betroffen sind Kinder in Ein-Eltern-Familien und Familien mit mehr als zwei Kindern. Neben den Benachteiligungen, die mit Armut ohnehin einhergehen, zeigt sich statistisch ein Zusammenhang zwischen Armut und der Inanspruchnahme von Erziehungshilfen. Insgesamt ist die Jugendhilfe zunehmend gefordert, entstehende Lücken in den Bereichen Bindung, Beziehung, Erziehung und sozialer Teilhabe zu füllen. Hier ist das Jugendamt fortlaufend gefordert, passende Angebote zu entwickeln, um den Kindern und Familien ein guter Partner zu sein.

Hilfen zur Erziehung im Jugendamt evidenzbasiert weiterentwickeln – Familien besser unterstützen - kommunale Entscheider strategisch beraten.

Die Gestaltung der Hilfen zur Erziehung ist insbesondere seit 2011 ein wichtiges Thema in allen kommunalen Debatten. Die stetig steigenden Kosten auf inzwischen 8,6 Milliarden Euro im Jahr (Stand 2018, akj_stat) stellen die fachlichen Akteure vor große Herausforderungen.

Neben den gesellschaftlichen Veränderungen trägt auch der geschärfte Blick der Öffentlichkeit für Kindeswohlgefährdungen zum Anstieg der Hilfen zur Erziehung bei. Wenngleich viele gemeldete Kindeswohlgefährdungen sich nicht als solche herausstellen, führt der Kontakt mit der Familie häufig dazu, dass Unterstützungsbedarf deutlich und Hilfen bereitgestellt werden.

Zwischen den Kommunen selbst zeigen sich große Unterschiede, wieviel Unterstützung von den Familien in Anspruch genommen wird. Das kann zum Teil über die sozioökonomische Lage (Armut!) begründet werden, aber nicht umfassend. Für die Frage, was machen Kommunen unterschiedlich, und passen die Angebote zu den Bedarfen der Kinder und Familien, hat die Bertelsmann Stiftung mit dem INSO die Strategiekarten Hilfen zur Erziehung entwickelt.

Pilotkommunen

Augsburg, Bad Kreuznach, Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, Düsseldorf, Gelsenkirchen, Hamm, Ingolstadt, Ludwigshafen, Magdeburg, Moers, Oberhausen, Landkreis Osnabrück, Stadt Osnabrück.

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