Teilnehmer des Workshops "Gute Kinderheime"
Bertelsmann Stiftung

, Workshop „Kein Kind zurücklassen!“: Gute Kinderheime in Deutschland: Auf dem Weg zu mehr Qualitätsdialogen zwischen öffentlichen und freien Trägern

Im Oktober fand in Köln das Abschlusstreffen einer Workshopreihe mit Heimleitungen, Jugendamtsleitungen sowie weiteren Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Praxis statt. Im Fokus stand die Frage, wie eine gemeinsame Qualitätsentwicklung von Jugendämtern und Einrichtungen gestaltet werden kann.

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Gemeinsame Workshopreihe der Stiftung und des DJI

Das gemeinsame Projekt der Bertelsmann Stiftung und des Deutschen Jugendinstituts „Gute Heime“ verfolgt seit 2016 das Ziel, wesentliche Qualitätsdimension stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe herauszuarbeiten. Denn derzeit fehlt eine gemeinsame Verständigung zwischen Fachpraxis, Wissenschaft und finanzierenden Stellen darüber, wie vor Ort Qualitätskriterien nicht nur sichtbar gemacht, sondern vor allem gemeinsam weiterentwickelt werden können.

Auf dem Weg zu Qualitätsdialogen zwischen öffentlichen und freien Trägern

So wurde im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) das Instrument der Qualitätsentwicklungsvereinbarungen zwischen Jugendamt und Einrichtungen geschaffen – diese sind aber bislang nur unzureichend in der Praxis umgesetzt worden.

Diese Auseinandersetzung ist also nur mit verschiedenen Akteuren aus Einrichtungen der Heimerziehung, (Landes)Jugendämtern, Fachverbänden und Ministerien möglich. KeKiz veranstaltete daher zuerst drei Workshops mit Vertreter*innen der jeweiligen Interessensgruppen. In einem abschließenden vierten Workshop wurden nun die erarbeiteten Perspektiven zusammengeführt.

Die Beteiligung von Kindern und Eltern stärken

Mit Blick auf die Etablierung eines „gemeinsamen Qualitätsbewusstsein“ von Heimeinrichtungen und Jugendämtern wurden verschiedene praktische Lösungsformate diskutiert: von gemeinsamen Einschätzungsbogen, über die Initiierung von Qualitätszirkeln bis hin zur Etablierung von kommunalen Modellprojekten.

Gleichwohl ist die Qualität in der Heimerziehung ohne die Beteiligung von Kindern und Eltern nicht denkbar. Daher wurden in dem Workshop Perspektiven entwickelt, wie man die Sicht der Familien auf Qualität noch besser erheben und mit welchen Partizipationsformaten man sie noch stärker als bisher einbeziehen kann.

Die Ergebnisse dieser Workshopreihe werden von Prof. Dr. Joachim Merchel in einem Werkstattbericht zusammengeführt und in der KeKiz Reihe veröffentlicht.

Ausführliche Informationen zum Projekt finden sich unter: DJI

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Mit freundlicher Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds

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