Jugendkonferenz
Melanie Bauer / © Staatskanzlei

liken, teilen, was bewegen: jugendforum rlp

"Liken, teilen, was bewegen" wollten Staatskanzlei Rheinland-Pfalz und Bertelsmann Stiftung, als sie im mai 2012 ein landesweites Beteiligungsprojekt für und mit jungen Leuten starteten. Das Echo aus Anregungen, Initiativen und Vorschlägen für eine bessere soziale und gesellschaftliche Einbindung der jungen Generation war beeindruckend. Viele Ideen erwiesen sich als derart praxisnah und kompatibel mit der Landespolitik, dass sie von der Landesregierung bereits umgesetzt werden konnten.

Vorgehensweise

Basis des Jugendforums war, Diskussionsprozesse in On- und Offline-Formaten miteinander zu verknüpfen. Jugendliche wurden im sozialen Netzwerk Facebook (www.facebook.com/jugendforum.rlp) informiert und zur Teilnahme aufgefordert. Die Radiosender bigFM und SWR DASDING konnten als Medienpartner gewonnen werden. Auf einer Zehn-Städte-Tour durch Rheinland-Pfalz stellte das Team das Vorhaben in Schulen, Jugendzentren und Jugendparlamenten vor. Während einer vierwöchigen Dialogphase im Internet von Mitte August bis Mitte September 2012 konnten die Teilnehmer auf einer dafür entwickelten Plattform (www.jugendforum.rlp.de) ihre Themen, Anliegen sowie Wünsche sammeln und diskutieren. Moderiert wurde das Forum von 25 Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die sich für diese Aufgabe beworben hatten und in zwei Workshopsvorbereitet wurden. Die Ergebnisse der Online-Diskussion wurden Grundlage für eine Jugendkonferenz am 21. und 22. September 2012 in Mainz. Dort erarbeiteten die Jugendlichen ein erstes Ergebnispapier, das mit Ministerpräsident Beck diskutiert wurde. Es konnte danach auf der Online-Plattform zwei Wochen lang kommentiert werden und wurde am 28. November 2012 schließlich unter dem Titel „UnsereZukunft bestimmen wir – Jugendmanifest rlp“ der Landesregierung übergeben. Der damalige Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) sicherte als Schirmherr eine Einzelprüfung aller Manifest-Vorschläge binnen Jahresfrist zu. Sowohl die Landespolitik als auch die Jugendlichen stellten bereits zu diesemZeitpunkt fest: Es lohnt sich für alle Beteiligten, neue Wege des politischen Dialogs zu erproben.

Ergebnisse und Wirkungen

Gleich nach seiner Übergabe wurde das Manifest im Ministerrat der Landesregierung offiziell behandelt. Alle Ministerien wurden aufgefordert, die erarbeiteten Vorschläge auf Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen. Die Rückmeldungen wurden in der Staatskanzlei gebündelt und aufbereitet. Eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe begleitete den Prozess. Am 5. Februar 2014 lud die Landesregierung, vertreten durch die neue Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Irene Alt (B90/Grüne) als Jugendministerin, zur öffentlichen Feedback-Veranstaltung des „jugendforum rlp“.

weiterlesen


Jugendengagementwettbewerb "Sich einmischen - was bewegen"

Das Jugendmanifest enthält nicht allein Forderungen an die Landesregierung. Es lässt auch ein hohes Maß an Engagement-Bereitschaft der Jugendlichen erkennen. Sie wünschen sich hierfür jedoch mehr – auch finanzielle – Unterstützung. Darauf basiert die Idee, einen Wettbewerb einzurichten, aus dem Jugendgruppen und -initiativen unbürokratisch Zuschüsse für praktikable Vorort-Pläne erhalten können. Der landesweite Engagement-Wettbewerb „Sich einmischen – was bewegen“ fand 2016 bereits zum dritten Mal statt.

weiterlesen

Zur Webseite des Jugendforums

Zur Webseite des Jugendforums

Publikation: jugendforum rlp: Konzept – Verlauf – Ergebnisse

Eine demokratische Zivilgesellschaft ist kein gegebenes Gut. Jede Generation muss stets aufs Neue für die Übernahme einer aktiven Bürgerrolle ...

Publikation: Jugendmanifest rlp

Das Jugendmanifest rlp ist Ergebnis eines Jugendbeteiligungsprozesses in Rheinland-Pfalz und enthält Themen, Anliegen und Wünsche von Jugendlichen. ...

jugendforum rlp: jugendforum rlp - Feedback-Veranstaltung

jugendforum rlp: jugendforum rlp - Jugendkonferenz in Mainz 2012

jugendforum rlp: jugendforum rlp - Ein Erklärfilm

jugendforum rlp: jugendforum rlp - Auftaktpressekonferenz