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, Globalisierung: Ökonomische Globalisierung verstehen und gestalten

Das immer engere Zusammenwachsen von Ländern steigert den materiellen Wohlstand der beteiligten Volkswirtschaften. Innerhalb der einzelnen Ländern gibt es aber auch Personen und Regionen, für die die voranschreitende Globalisierung negative Einkommenseffekte zur Folge hat. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, die Wachstums- und Verteilungseffekte der wirtschaftlichen Globalisierung besser zu verstehen und die Globalisierungsgewinne so zu verteilen, dass alle Gesellschaftsmitglieder von der Globalisierung profitieren.

Unter der ökonomischen Globalisierung verstehen wir die zunehmende wirtschaftliche Verflechtung der Länder und Menschen. Diese Verflechtungen beziehen sich sowohl auf den Austausch von Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital, Technologien, Wissen) als auch von Produkten (Sachgüter und Dienstleistungen, Vor- und Endprodukte, Konsum- und Produktionsgüter).

Die ökonomische Globalisierung bewerten wir grundsätzlich positiv: Sie hat weltweit dazu beigetragen, die Armut zu verringern, die Produktivität zu steigern und das Wirtschaftswachstum zu erhöhen. Das wirtschaftliche Wachstum verbessert den materiellen und immateriellen Wohlstand der Menschen (z. B. Lebenserwartung und Bildungsstand) und vergrößert damit deren Entwicklungsmöglichkeiten. Gleichzeitig aber sehen wir auch die negativen Begleiterscheinungen der voranschreitenden Globalisierung. So verschlechtern sich beispielsweise in entwickelten Industrieländern wie Deutschland vor allem für gering qualifizierten Menschen die Arbeits- und Einkommenschancen.  

Das Projekt „Global Economic Dynamics“ will einen Beitrag dazu leisten, das Verständnis über die Treiber und Auswirkungen der ökonomischen Globalisierung besser zu verstehen und Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen, um die Globalisierung so weiterzuentwickeln, dass alle Menschen an den Globalisierungsgewinnen beteiligt werden. 

Hierzu erarbeiten wir mit unseren Projektpartnern wissenschaftlichen Analysen, die die wirtschaftlichen Dynamiken und Auswirkungen der Globalisierung untersuchen. Eine zentrale Publikation dazu ist der im Zwei-Jahres-Rhythmus erscheinende „Globalisierungsreport“. 

Die Ergebnisse unserer Untersuchungen verbreiten wir sowohl über Printmedien, Policy Briefs und Fachzeitschriften als auch über Online-Posts, Videos und Datenvisualisierungen sowie klassische Dialogformate (Roundtables, Workshops, Konferenzen sowie Einzelgespräche mit Experten aus Politik und Wirtschaft). Ziel dieses Austausches ist es auch, Maßnahmen zu entwickeln, die die ökonomische Globalisierung so weiterentwickeln, dass möglichst alle Bürger von den damit verbundenen Wohlstandszuwächsen profitieren.

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