Arzt und Patient im Gespräch
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Viele Männer sind unsicher, ob sie an der Prostatakrebs-Früherkennung teilnehmen sollen. Die Faktenboxen des Faktencheck Gesundheit unterstützen diese oftmals schwierige Entscheidungsfindung. Das belegen erste Ergebnisse einer aktuellen Evaluationsstudie, die Ende des Jahres veröffentlicht wird. 90 Prozent der Befragten erachten die Informationen zu Prostatakrebs-Früherkennung als hilfreich, um selbständig eine Entscheidung über die Teilnahme an der Früherkennung zu treffen. 80 Prozent haben das Gefühl, alle relevanten Informationen für eine gute Entscheidung zu haben. Zudem erzielen die Faktenboxen im Vergleich mit anderen Formaten den höchsten Wissenszuwachs und schneiden hinsichtlich der Verständlichkeit am besten ab.

Die Faktenbox zur Prostatakrebs-Früherkennung, die in Kooperation mit dem Harding Zentrum für Risikokompetenz am Max-Planck-Institut in Berlin entwickelt wurde, stellt Nutzen und Risiken der Untersuchung gegenüber. Die grafisch aufbereiteten Ergebnisse verdeutlichen: Männer, die an der Früherkennung (Tastuntersuchung kombiniert mit einem PSA-Test) teilgenommen haben, sterben genauso häufig an Prostatakrebs wie Männer, die nicht zur Früherkennung gegangen sind. Zudem muss ein Teil der Männer, die die Untersuchung durchführen lassen, mit Fehldiagnosen und unnötigen Behandlungen rechnen. Die Studie zeigt, dass diese Erkenntnis die Entscheidung der Männer beeinflusst: Die Anzahl derjenigen, die sich gegen die Untersuchung aussprechen, verdoppelte sich.

Faktencheck Gesundheit baut sein Angebot an Entscheidungshilfen kontinuierlich aus. Derzeit können 14 Faktenboxen zu Rate gezogen werden. Sie zeigen zum Beispiel, bei welchen Erkrankungen Antibiotika helfen oder ob Hyaluron-Spritzen bei Kniearthrose wirksam sind.