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Ethik der Algorithmen

Algorithmische Systeme entscheiden über die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen. Wer bekommt einen Kredit? Welche Bewerbung wird aussortiert? Wie werden knappe Studienplätze verteilt? Ob solche automatisierten Entscheidungen zu mehr Chancengerechtigkeit führen oder soziale Ungleichheit verstärken, liegt an uns Menschen. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass unser Zusammenspiel mit Algorithmen einem klaren Maßstab folgt: Maschinen müssen den Menschen dienen.

Seit 2017 beschäftigt sich die Bertelsmann Stiftung im Projekt „Ethik der Algorithmen“ mit den gesellschaftlichen Folgen algorithmischer Entscheidungsfindung. Wir setzen uns dafür ein, den digitalen Wandel in den Dienst der Gesellschaft zu stellen. Nicht das technisch Mögliche, sondern das gesellschaftliche Sinnvolle muss Leitbild sein. Dafür sensibilisieren wir die Gesellschaft, strukturieren Diskurse und entwickeln Lösungen insbesondere in drei Bereichen:  

  1. Chancen fürs Gemeinwohl heben: Algorithmische Innovationen werden fast ausschließlich aus wirtschaftlichen Motiven vorangetrieben, während die gesellschaftliche Perspektive oft zu kurz kommt. Deshalb wollen wir greifbare Positivbeispiele für Algorithmen im Dienst des Gemeinwohls sichtbar machen und unterstützen.
     
  2. Risiken durch wirksame Kontrolle minimieren: Es gibt bereits zahlreiche Ansätze, wie Missbrauch algorithmischer Systeme verhindert und unerwünschte Effekte vermieden werden können.  Wir bringen unsere Expertise ein, um Konzepte zur praktischen Umsetzung zu entwickeln und zu verbreiten.
     
  3. Vielfalt im digitalen Raum stärken: Die Konzentration von Marktmacht, Daten und Talenten auf wenige wirtschaftliche Akteure sind eine Gefahr fürs Gemeinwohl. Wir fördern daher Initiativen und Diskurse, die zu mehr Diversität in der Technologieentwicklung beitragen und unsere gesellschaftliche Vielfalt abbilden.

Wir freuen uns, wenn Sie sich auf unserem Blog umschauen und mehr über unsere Arbeit erfahren mögen.