Briefwahl Schild
Thomas Kunsch

In den letzten Jahrzehnten ist die Wahlbeteiligung mit wenigen Ausnahmen auf allen staatlichen Ebenen gesunken und sozial immer weniger repräsentativ. Das schadet der Legitimation unserer Demokratie. So vielfältig die Gründe für die Nichtwahl, so vielfältig müssen auch die Antworten sein: von der persönlichen Ansprache von Nichtwählern bis hin zu Änderungen an der Art, wie wir wählen. Insbesondere die Briefwahl bietet noch Potenzial. Wird die „antragsfreie Briefwahl“ eingeführt, so eröffnen sich gleich zwei Optionen:

  1. Bei Landtags- und Bundestagswahlen könnten die Briefwahlunterlagen automatisch an jeden Wahlberechtigten geschickt werden. In der Schweiz stieg so die Wahlbeteiligung um über vier Prozentpunkte an.  
  2. Auf kommunaler Ebene bietet sich die Durchführung der Wahlen (fast) ausschließlich per Briefwahl an. In den USA ist die Wahlbeteiligung so um fast zehn Prozentpunkte angestiegen.

Ein Weg, der auch für Deutschland erfolgversprechend ist. Wenn wir die Potenziale der Briefwahl ausschöpfen und sie an die Anforderungen einer immer mobileren und flexibleren Gesellschaft anpassen, kann die Wahlbeteiligung wieder steigen.

Mehr zu den Potenzialen der Briefwahl und den beiden Vorschlägen im Detail erfahren Sie im unten verlinkten „EINWURF“. Ergänzend finden Sie dort ein Factsheet mit einer Zusammenstellung der wichtigsten Daten und Fakten zur Briefwahl.

 

 

Publikation

EINWURF 3/2016

Immer weniger Bürger gehen zur Wahl. Das schadet unserer Demokratie. Die Briefwahl als einziger flexibler Weg der Stimmabgabe muss vor jeder ... weiterlesen

Publikation

Factsheet: Entwicklung und Perspektiven der Briefwahl in Deutschland

Ergänzend zum EINWURF 3/2016 „Mehr Briefwahl wagen!“ bieten das Factsheet eine Zusammenstellung der wichtigsten Daten und Fakten zu Entwicklung ... weiterlesen