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Trendbeobachtung: Beschäftigung der Zukunft

Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel und Migration führen zu einem dynamischeren Arbeitsmarkt und einem Strukturwandel in der Organisation von Arbeit und sozialer Sicherung. Wir beobachten die Auswirkungen dieser Trends, um Gestaltungskonzepte für den Strukturwandel zu entwickeln.

 

 

Angetrieben durch die Megatrends Globalisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel, Migration und Wertewandel befinden sich Beschäftigung, Arbeitswelt und Arbeitsmärkte in einem grundlegenden Wandlungsprozess. In der gesellschaftlichen Diskussion stehen Zukunftsprognosen, die sich zwischen einem düsteren Bild eines Endes der Arbeit und der euphorischen Begrüßung der neu entstehenden Möglichkeiten bewegen.

Während es noch strittig ist, wie viele Jobs vollständig automatisiert werden, besteht kein Zweifel, dass sich die Tätigkeitsstrukturen innerhalb bestehender Berufe stark verändern werden. Dabei herrscht zurzeit Dissens, zu welchem Grad sich Beschäftigung wandeln wird und welche Veränderungen wünschenswert und technisch machbar sind.

Mit Blick auf mögliche Arbeitsplatzverluste und sich verändernde Arbeitsmodelle werden verschiedene Vorschläge zur Gestaltung und Finanzierung sozialer Sicherungssysteme diskutiert. Einige stehen dabei in enger Verbindung zu alternativen Wirtschaftsmodellen. Potentiell wandelt sich somit nicht nur primär Beschäftigung, sondern, damit verbunden, auch unsere Gesellschaftsform. Die Folge könnte ein neues Verständnis von Arbeit und Produktivität sein, das weitreichende Reformen auch im Bildungs- und Weiterbildungssystem erforderlich macht.

Immer am Puls der Zeit

Um langfristig tragfähige Lösungsansätze für den Strukturwandel von Arbeit und sozialer Sicherung erarbeiten zu können und damit die Zukunft der Arbeit proaktiv in Hinblick auf gute, sozialabgesicherte Arbeit und wirtschaftliche Dynamik gestalten zu können, ist eine kontinuierliche Beobachtung der Auswirkungen dieser Megatrends notwendig.

Ein fundamentaler Bedeutungsverlust klassischer Erwerbsarbeit in unserer Marktwirtschaft, wie in manchen Szenarien prognostiziert, hätte weitreichende wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen. Je nach Ausmaß des Beschäftigungswandels kann es daher notwendig werden, gänzlich neue Systemlösungen zu konzipieren.

In Zusammenarbeit mit anderen Programmen der Bertelsmann Stiftung wollen wir die Trends der Zukunft in Studien und Umfragen beobachten und auf diese Weise Grundlagenwissen für unsere Projektarbeit generieren. Im Rahmen regelmäßiger Dialoge erörtern wir darüber hinaus mit Stakeholdern und Zukunftsdenkern die Herausforderungen und Chancen für die Arbeit der Zukunft.

Leitfragen

  • Welche (wünschenswerten) Veränderungen in der Beschäftigungswelt stehen uns bevor?
  • Wie werden zukünftig soziale Sicherungssysteme gestaltet und finanziert sein?
  • Sharing- und Repair-Economy – nähern wir uns einer Gesellschaftsform jenseits von Arbeits- und Konsumgesellschaft?
  • Stehen wir vor einer Neubewertung des Arbeits- und Produktivitätsbegriffs?

 

 

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