Auf einer Glasscheibe steht eine Weltkugel aus Glas. Um die Weltkugel spiegelt sich der Farbkreis der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung.
© Montage: mauritius images/Westend61/Andrew Brookes; United Nations/globalgoals.org

Globale Ziele lokal umsetzen: Agenda 2030 - Nachhaltige Entwicklung vor Ort

Das Ziel des Projektes besteht darin, die Kommunalverwaltung und -politik zu einem wirkungs- und beteiligungsorientierten Vorgehen sowie Bürgerinnen und Bürger, die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft zu einem aktiven Engagement bei der Umsetzung der SDGs zu befähigen.

Ausgangslage

Die Welt sieht sich in Bezug auf eine nachhaltige Entwicklung vor immense Herausforderungen gestellt. So gilt es u. a., den demographischen Wandel, die Globalisierung, die Digitalisierung und den Klimawandel sowie die weltweiten Migrationsbewegungen erfolgreich zu bewältigen.

Im September 2015 haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet. Die 17 SDGs tragen der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension einer nachhaltigen Entwicklung in ausgewogener Weise Rechnung. Ihre Verfolgung ermöglicht eine ebenso ganzheitliche und integrierte wie generationengerechte und global verantwortliche Bewältigung der komplexen Herausforderungen unserer Zeit.

Handlungsbedarf

Für die Umsetzung der Agenda 2030 bedarf es jedoch nicht nur der Anstrengungen auf internationaler, nationaler und regionaler, sondern vor allem auch auf lokaler Ebene. Erforderlich sind darüber hinaus Aktivitäten aller Akteure: Politik und Verwaltung, Bürgerschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft müssen – möglichst in abgestimmter Art und Weise – ihren Beitrag zur Verwirklichung der SDGs leisten, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten. Den Kommunen kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Zum einen werden Nachhaltigkeitsprobleme in den Städten, Kreisen und Gemeinden wie durch ein „Brennglas“ sichtbar; zum anderen zeigt sich vor Ort, ob und wie nachhaltige Lösungsansätze erfolgreich auf den Weg gebracht werden können.

Dass das Thema „Nachhaltigkeit“ den unterschiedlichen Akteuren vor Ort wichtig ist, zeigen die Befragungen, die im Rahmen des Projektes „Monitor Nachhaltige Kommune“ der Bertelsmann Stiftung durchgeführt worden sind: So ist das Thema „Nachhaltigkeit“ für alle befragten Fraktionsvorsitzenden, Verwaltungschefinnen und -chefs sowie Bürgerinnen und Bürger zuletzt deutlich wichtiger geworden. Gleichzeitig haben die Befragungen ergeben, dass die Agenda 2030 mit den SDGs in deutschen Kommunen noch wenig bekannt ist, dass die vorhandenen Nachhaltigkeitskonzepte noch wenig wirkungsorientiert angelegt sind und dass die Beteiligung unterschiedlicher Akteure an der nachhaltigen Entwicklung vor Ort noch nicht besonders weit entwickelt ist.

Zielsetzung des Projektes

Das Ziel des Projektes besteht darin, die verantwortlichen Akteure in der Kommunalverwaltung und -politik in die Lage zu versetzen, ein möglichst wirkungs- und beteiligungsorientiertes Nachhaltigkeitsmanagement zu praktizieren, um die Agenda 2030 mit den SDGs erfolgreich umzusetzen. Des Weiteren werden die Bürgerinnen und Bürger sowie die verantwortlichen Akteure in der Zivilgesellschaft und in der Wirtschaft befähigt, sich aktiv für die Umsetzung der SDGs und somit für eine nachhaltige Entwicklung vor Ort zu engagieren.

Zentrales Produkt ist das „SDG-Portal für Kommunen“ (https://sdg-portal.de/), über das die Projektergebnisse vermittelt werden und das als gemeinsame Arbeitsgrundlage von allen Akteuren der nachhaltigen Entwicklung vor Ort in Politik und Verwaltung, Bürgerschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft verwendet werden kann.

Bausteine des Projektes

Im Projekt „Monitor Nachhaltige Kommune“, das von Juli 2015 bis September 2019 durchgeführt wurde, sind bereits verschiedene Angebote zum Aufbau eines kommunalen Nachhaltigkeitsmanagements entwickelt und erprobt worden. Das aktuelle Projekt „Agenda 2030 – Nachhaltige Entwicklung vor Ort“ bezieht sich auf die Weiterentwicklung und Skalierung dieser Angebote. Im Mittelpunkt steht dabei das SDG-Portal: Die hier eingestellten Indikatoren bzw. Daten werden regelmäßig optimiert und sollen im Projektverlauf um gute Praxisbeispiele sowie allgemeine Handlungsempfehlungen ergänzt werden.

Ergänzend zum SDG-Portal werden weitere Bausteine bearbeitet: Jährliche Monitorberichte zu einzelnen Schwerpunktthemen enthalten Kommunal- und Bevölkerungsbefragungen, Datenanalysen sowie gute Praxisbeispiele und allgemeine Handlungsempfehlungen. Die Inhalte des SDG-Portals und der Monitorberichte bilden die Grundlage der Seminare, die für kommunale Nachhaltigkeitsmanager angeboten werden. Ergänzende Networking-Maßnahmen dienen der Vernetzung der verschiedenen Akteure einer nachhaltigen Entwicklung. Kommunikations- und Informationsmaßnahmen steigern die Bekanntheit der Agenda 2030 mit den SDGs sowie der einzelnen Projektinhalte. Schließlich wird das SDG-Portal – exemplarisch – auf Italien übertragen.

Zeitplan des Projektes

Das Projekt „Agenda 2030“ wurde am 01.10.2019 begonnen und soll am 30.06.2022 abgeschlossen werden.

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