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, Demographischer Wandel: Babyboomer setzen Rentenversicherung unter Druck

Das gesetzliche Rentensystem steht vor einer Phase wachsender finanzieller Anspannung, die durch den demographischen Wandel verursacht wird. Dies erklärt die einschneidenden Reformen des Rentensystems in den vergangenen Jahren und wird auch in Zukunft Anpassungen erforderlich machen.

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Wenn die geburtenstarken Jahrgänge 1955 bis 1970 demnächst aus dem Berufsleben ausscheiden, wird das Niveau der Renten in Deutschland weiter sinken und der Beitragssatz steigen müssen. Um eine langfristige Unterfinanzierung der gesetzlichen Rentenkassen zu verhindern, reichen einzelne Veränderungen nicht aus, sondern nur ein Paket an Maßnahmen. Dies ergibt eine Simulationsrechnung der Bertelsmann Stiftung zur langfristigen Tragfähigkeit des deutschen Rentensystems. Danach werden die bereits vorgenommenen Rentenreformen, aber auch eine weiter steigende Arbeitsproduktivität durch technischen Fortschritt nicht ausreichen, um das Rentensystem langfristig stabil zu finanzieren.

Wirklich entlastende Effekte würde dagegen die Einbeziehung von Beamten und Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung bewirken. Darüber hinaus auch eine steigende Erwerbsbeteiligung von Frauen und älteren Menschen, eine tiefgreifende Verbesserung der Bildungsstruktur oder eine nochmalige Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

"Wenn die gesetzliche Rentenversicherung trotz der älter werdenden und schrumpfenden Bevölkerung finanzierbar und leistungsfähig bleiben soll, wird das sicherlich nicht ohne steigende Beiträge gehen. Wir haben es aber in der Hand, woher die Beiträge kommen", resümiert Eric Thode, Projektleiter der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse der Studie. "Um die Lasten gleichmäßig und fair zu verteilen, brauchen wir eine Mischung aus steigender Arbeitsproduktivität, höherer Erwerbsbeteiligung und neuen Beitragszahlern. Nur so lassen sich langfristig eine Überforderung der Versichertengemeinschaft vermeiden und das Rentenniveau stabilisierenVersichertengemeinschaft vermeiden und das Rentenniveau stabilisieren.“

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