Vater spielt mit kleiner Tochter
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Vereinbarkeit von Beruf und Familie: Zufriedene Beschäftigte als Unternehmensleitbild

Private Interessen, Zeit für Familie und berufliche Karriere lassen sich nicht immer gut in Einklang bringen. In einer modernen und lebenswerten Arbeitswelt aber gehen Unternehmen auf die Bedürfnisse von Beschäftigten ein.

Vereinbarkeit als Thema für Betriebe

Immer mehr Unternehmen haben erkannt, dass eine ausgeprägte Mitarbeiterorientierung ein wichtiger Wettbewerbsfaktor ist, der dabei hilft, Fachkräfte zu gewinnen und an sich zu binden. Damit sich Unternehmen in dynamischen Märkten erfolgreich bewegen können, sind qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unerlässlich. Unternehmen dürfen daher Arbeitskraft nicht als Ressource verstehen, die man kurzfristig verbrauchen kann. Stattdessen gilt es aus betrieblicher Sicht, die Beschäftigten als Menschen ganzheitlich in den Blick zu nehmen.

Kooperation als Umsetzungsstrategie

Doch was genau können Unternehmen tun? Welche Themen sind anzugehen und welche Instrumente können dabei nützlich sein?
Unternehmen können auf eine Reihe von Instrumenten der familienorientierten Personalpolitik zurückgreifen. Statt alleine als einzelner Akteur zu agieren, können Unternehmen auch die Zusammenarbeit anstreben. Dies wiederum zieht besondere Herausforderungen nach sich, zu denen bislang tiefere Erkenntnisse fehlten. Diese Lücke schließt das Projekt „Familiäre Verantwortung in einer sich wandelnden Arbeitswelt – Herausforderungen für eine neue Unternehmenskultur“.
Ziel des Projektes ist es, den Akteuren aus Unternehmen und Kommunen die Bandbreite von Möglichkeiten familienbewusster Personalpolitik aufzuzeigen und darzustellen, wo und wie Unternehmen und Kommunen sich gegenseitig zum Wohle der Familien unterstützen können. Ferner sollen betriebswirtschaftlich messbare Kriterien über die Auswirkung familienbewusster Personalpolitik ermittelt werden.

Wissen über Kooperationen

Wissen über Kooperationen auf dem Feld der Familienfreundlichkeit hat zwei Dimensionen.
Zum einen wurde im Rahmen des Projekts eine empirische Studie durchgeführt. In ganz Deutschland wurden Personen aus Unternehmen, Kommunen und anderen Organisationen zu aktuellen Kooperationen befragt. Ergebnis sind neue (wissenschaftliche) Erkenntnisse zu Handlungsoptionen, Entwicklungspotenzialen und Hindernissen von Zusammenarbeit für Familienfreundlichkeit.
Zum anderen wurde im Projekt Wissen für Praktiker generiert. Unternehmer genauso wie Beschäftigte aus Kommunen, die sich dafür interessieren, den Weg der Kooperation zu beschreiten, sollen durch Handlungsleitfäden unterstützt werden.

Darüber hinaus bietet das Projekt noch ein Instrument, das es Unternehmen möglich macht, die interne Wirksamkeit ihrer familienorientierten Maßnahmen in den Blick zu nehmen. Schließlich sollen die getroffenen Entscheidungen richtig sein und sich lohnen. Ein solches Vereinbarkeitscontrolling wird mit dem Online-Tool "VB_kompass" zur Verfügung gestellt.

Über das Projekt

Unter dem Titel "Familiäre Verantwortung in einer sich wandelnden Arbeitswelt - Herausforderung für eine neue Unternehmenskultur" wurde das Projekt vom 01.03.2012 bis 31.03.2015 von der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit dem Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt. Die Umsetzung des Projekts wurde unterstützt durch die Prognos AG und Ramboll Management Consulting GmbH.

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