Zerstörter Straßenzug in Homs, Syrien
By Bo yaser (Own work) / Wikimedia Commons - CC-BY-SA 3.0, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en

, Überblick: Sieben Jahre syrischer Bürgerkrieg – kein Ende von Tod und Leid

Im März trat der Konflikt in sein achtes Kriegsjahr. Er startete 2011 mit sozialen und politischen Protesten, eskalierte in einen Bürgerkrieg und entwickelte sich zu einem Stellvertreterkrieg unterschiedlicher Akteure. Entscheidend sind Iran, Russland, die Türkei und zunehmend Israel und die USA. Die Hälfte der syrischen Bevölkerung ist auf der Flucht.

Vertreibung oder Umsiedlung von religiösen und ethnischen Teilen der Bevölkerung ist Teil der Kriegsstrategie des Regimes, von Islamisten-Milizen, Kurden-Milizen, türkischen und iranischen Kräften. Hunderttausende Syrer sind getötet, verletzt oder verschwunden. Nachweislich haben das Assad-Regime und der "Islamische Staat" Chemiewaffen eingesetzt.  Weitere vielschichtige Kriegsverbrechen haben Hass gesät. Die Kosten für den Wiederaufbau schätzt die Weltbank auf fast 200 Milliarden Euro. Auch wenn das Regime den Bürgerkrieg fast gewonnen hat, so ist ein Ende des Krieges nicht in Sicht. Macht und Einfluss hat, wer in Syrien militärische Gewalt anwendet. Gekämpft wird auch in den vereinbarten Deeskalationszonen.

Lokale Kriegsparteien

Gebietskontrollkarte
Gebietskontrollkarte mit Legende 31.01.2018

Regionalmächte

Andere regionale Akteure

Internationale Dimension

Wo Deutschland involviert ist

500.000 Syrer (12 Prozent aller ins Ausland geflüchteten Syrer) haben in Deutschland Asyl beantragt. Deutschland ist direkt, über die EU und die Vereinten Nationen größter Geldgeber zur Linderung der syrischen Flüchtlingskatastrophe in Syrien und seinen Nachbarstaaten. Berlin ist wichtiger Standort säkularer syrischer Oppositioneller. Militärisch unterstützt die Bundeswehr die Internationale Koalition im Kampf gegen den "Islamischen Staat" durch Ausbildungsmissionen im Irak, eine Tornado-Flug-Aufklärung von Jordanien aus und durch Waffenlieferungen an kurdische Peshmerga im Nordirak. Einige 100 deutsche Staatsbürger haben sich dem "IS" als Kämpfer angeschlossen. Der türkisch-kurdische Konflikt spiegelt sich auch in Demonstrationen von Kurden und Türken in Deutschland wider.

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