Monitor und Laptop mit dem Spiel
Bertelsmann Stiftung

Online-Planspiel Europa: Im Unionslabor Europa neu erfinden

Wohin steuert die Europäische Union? Entscheide dich! Willst du alles ganz alleine regeln? Oder bist du bereit, Macht abzugeben und gemeinsam mit anderen zu entscheiden? Schreibe die europäische Geschichte neu – im Unionslabor!

156 Schülerinnen und Schülern und die begleitenden Lehrkräfte aus weiterführenden Schulen experimentierten am 9. November im "Unionslabor", einem neuen, interaktiven Europa-Online-Spiel für Gruppen. Das Spiel ist Ergebnis eines gemeinsamen Projektes der Bertelsmann Stiftung und der Heinz Nixdorf Stiftung und wurde vom Berliner Unternehmen planpolitik entwickelt.

Erste Reaktionen der Spielerinnen und Spieler: "Cool. Hat Spaß gemacht. Das spiel ich noch mal." Und genau das, so die Rückmeldungen einiger Lehrkräfte, haben die Schülerinnen und Schüler auf der Heimfahrt im Bus tatsächlich auch gemacht. 

"Das macht doch die EU aus: nationale Interessen in Einklang mit gemeinsamen Interessen zu bringen – schon toll, dass sich da jemand die Mühe macht, so ein Spiel zu entwickeln, damit das besser verständlich wird."
Schülerin bei der Vorstellung des "Unionslabor"

Das Spiel kann mit wenigen Klicks eingerichtet und im Unterricht oder auch "einfach so" eingesetzt und am Smartphone oder Tablet gespielt werden. Der Spieler wird im Spiel in das Jahr 1970 versetzt: Italien, Frankreich, Deutschland, Belgien, Niederlande und Luxemburg bilden die Europäische Gemeinschaft. Erste wichtige Schritte für ein gemeinsames Europa sind bereits gemacht. Aber wie soll es weitergehen? Wollen wir einen gemeinsamen Markt? Sollen neue Mitgliedsstaaten dazu kommen? Werden leistungsfähige Länder belohnt, oder handeln wir solidarisch und verteilen den Wohlstand?

Im interaktiven Onlinespiel "Unionslabor" bauen Jugendliche ab 14 Jahren gemeinsam ihre "eigene" Union auf. In der Rolle eines europäischen Staatsoberhauptes wägen sie nationale und gemeinsame europäische Interessen ab, verhandeln über politische Maßnahmen und versuchen sich zu einigen. Dafür haben sie fünf Spielrunden Zeit, im Spiel sind das die fünf Jahrzehnte bis 2030.

Über das Spiel erfahren die Teilnehmenden die Komplexität von politischen Entscheidungen. Sie verstehen, wie das Spannungsverhältnis zwischen nationalen und europäischen Interessen den Fortgang der europäischen Einigung beeinflusst. Wenn sie nach Ende des Spiels ihre Union mit den Ergebnissen anderer Spielgruppen vergleichen, verstehen sie danach außerdem besser, wie offen und ungeschrieben die Zukunft der "echten" Europäischen Union ist und stärken ihre eigene Urteilskompetenz.

Lehrerhandreichungen zum vertiefenden Einsatz im Unterricht runden das Angebot der beiden Stiftungen ab. Das Angebot ist kostenfrei.

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Weitere Informationen finden Sie auf

www.unionslabor.de und unter #unionslabor

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