2008 - 2012: Zukunftsmodelle

Globalisierung, technischer Fortschritt, demographische Entwicklung oder Klimawandel – wir alle müssen aktuelle und künftige Entwicklungen besser verstehen, damit wir Krisen rechtzeitig vorbeugen und die richtigen Weichen für die Zukunft stellen können. Bisher wird vielfach aus einer engen Spezialistenperspektive in die Zukunft geblickt. Die Vernetzungen und Wechselwirkungen der globalen Trends sowie die Vermittlung dieser Erkenntnisse an die Bevölkerung werden nicht intensiv genug verfolgt. Zu häufig entstehen Zukunftsbilder aus der Fortschreibung der Vergangenheit in nationaler Perspektive. Schwierig ist dagegen das Erkennen und Auswerten tatsächlich neuer Phänomene und Entwicklungen mit globaler Wirkung.
Im Zeichen der Wirtschafts- und Finanzkrise wollen wir daher vorhandene Expertise zu den wichtigsten Zukunftsthemen und Methoden zum Umgang mit einer offenen Zukunft international identifizieren, sortieren, miteinander verbinden und zugänglich machen. In ausgewählten Bereichen werden wir durch Studien und empirische Analysen die vorhandene Wissens- und Datenbasis verbreitern sowie eindrückliche Zukunftsbilder entwerfen, Handlungsoptionen ausfiltern
und mithilfe einer überzeugenden Vermittlung zu Änderungen von Wahrnehmung und Verhalten beitragen.

Programm: Zukunftsmodelle

Projekt „Forum Demographischer Wandel des Bundespräsidenten“
Die Dokumentation der Jahreskonferenz 2007 „Bildung voll Leben – Leben voll Bildung“ wurde fertiggestellt und versandt. Am 10. Oktober fand unter dem Titel „Vielfalt leben – Gemeinsamkeit gestalten“ die 3. Jahreskonferenz des „Forums Demographischer Wandel des Bundespräsidenten“ im Schloss Bellevue statt. Nach der Rede des Bundespräsidenten diskutierten u. a. der Direktor des Hamburger Welt WirtschaftsInstitutes und Staatsministerin Maria Böhmer über erfolgreiche Integration als eine der Herausforderungen unserer Gesellschaft.

Sustainable Governance
Die Studie zur Demographieabhängigkeit der öffentlichen Finanzen wurde im Januar 2008 vorab den Mitgliedern der Föderalismus-Kommission vorgestellt und im Februar veröffentlicht. Die Zusammenarbeit mit der Queen’s University in Kingston/Kanada wurde aufgenommen. Neben einer international vergleichenden Studie wird die internationale Konferenz „The Art of the (Im)Possible – Sustainable Governance in Times of Economic Crisis“ vorbereitet. Das Woodrow Wilson Center in Kanada konnte als renommierter Partner gewonnen werden. Die Ergebnisse der repräsentativen Befragung „Bürger und Föderalismus“ zeigen, dass eine große Mehrheit die Solidarität dem Wettbewerb unter den Ländern vorzieht.

Projekt Altersstruktureffekte in Deutschland
Das Institut für Föderalismusforschung in Innsbruck plant, das Fragekonzept auf Österreich zu übertragen. Das Programm wird die Neuauflage der Umfrage in Österreich unterstützen.