2010 - 2012: Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft

Die Bewältigung der Folgen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise erfordert eine Rückbesinnung und einen Konsens über gesellschaftliche Institutionen und Regeln, die Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften auf der Grundlage gemeinsamer Prinzipien und Werte ermöglichen. Dieses muss auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene erfolgen.

Die Soziale Marktwirtschaft bietet einen solchen Orientierungsrahmen, den es in einer globalisierten Welt neu zu bestimmen gilt. Die Soziale Marktwirtschaft stand für das deutsche "Wirtschaftswunder" der Nachkriegszeit, war in Deutschland lange Zeit als eine der zentralen Säulen wirtschaftlichen Wohlstandes und sozialer Gerechtigkeit
anerkannt und ist für viele zum Inbegriff des Versprechens "Wohlstand für alle" geworden. Spätestens jedoch mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise ist nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Soziale Marktwirtschaft in eine erhebliche Vertrauenskrise gerutscht. So hatten im Frühjahr 2008 nur noch 31 Prozent der deutschen Bevölkerung eine "gute Meinung" von der Sozialen Marktwirtschaft, Anfang 2010 immerhin wieder 38 Prozent.

Für die Bertelsmann Stiftung Anlass genug, einen breiten Dialog über die Grundlagen und Leitlinien einer zukunftsfähigen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung zu initiieren – auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Denn die Bewältigung der Folgen der gegenwärtigen Krise und die Gestaltung künftiger Herausforderungen erfordern einen Konsens über gesellschaftliche Institutionen und Regeln, die Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und nachhaltiges Wirtschaften auf
der Grundlage gemeinsamer Prinzipien und Werte ermöglichen. Die Soziale Marktwirtschaft bietet hierfür einen Orientierungsrahmen, den es in einer globalisierten Welt neu zu bestimmen gilt.

Projektmodule

Perspektiven für Deutschland

 Wirtschaftliche Dynamik und Beschäftigung

Der Wandel in den Anforderungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer an ihr Beschäftigungsverhältnis braucht Antworten auf den richtigen Umgang mit Zeitarbeit und Minijobs im Kontext unserer Zukunft als Dienstleistungsgesellschaft.

Zukunftsmodell Soziale Marktwirtschaft

Seit der Konzeption der Sozialen Marktwirtschaft vor rund 60 Jahren haben sich die Rahmenbedingungen stark verändert. Eine zukunftsfähige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung muss Antworten auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts geben.

Zukunft Soziale Sicherheit

Deutschlands soziale Sicherungssysteme stehen schon jetzt vor großen Herausforderungen. Zukünftig werden die steigende Staatsverschuldung, der demographische Wandel und der internationale Wettbewerbsdruck diese Herausforderungen weiter erhöhen.

Europäisch gedacht

Europäische Wirtschaftsregierung

Die neue Wirtschaftsregierung der EU wird soziale Folgen haben. Wie stehen künftig Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Solidarität einerseits und marktwirtschaftliche Autonomie und europäische Absprachen andererseits zueinander?

Intelligent sparen

Die Haushaltslage in den EU-Mitgliedstaaten ist kritisch. Die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft in Europa muss mithilfe einer "sparsamen" EU geschaffen werden. Wie kann eine intelligente, effiziente und zukunftsweisende Balance zwischen Sparen und Investieren gefunden werden?

... im Kontext globaler Ökonomie

Future Economic Dialogue

Globale Herausforderungen können nur international und interdisziplinär gemeistert werden: Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft müssen zusammenarbeiten, um Lösungen zu finden.

Global Economic Risks and Opportunities

Die wachsende Komplexität globaler Zusammenhänge führt zu einer Vielzahl neuartiger globaler ökonomischer Risiken, aber auch Chancen. Es gilt, hierfür ein stärkeres Bewusstsein zu schaffen, Verständnis zu fördern und Lösungsansätze zu erarbeiten.

Global Monitoring „Sustainable Social Market Economies“

Das Globale Monitoring „Sustainable Social Market Economies“ versucht, die Zukunftsfähigkeit Sozialer Marktwirtschaft zu bewerten, eine evidenzbasierte Debatte über die Stärken, Schwächen und Zielkonflikte sozialer Marktwirtschaften zu ermöglichen wie auch konkrete Impulse für gesellschaftspolitische Gestaltungsoptionen zu liefern.