2005 - 2007: Kita macht Musik - Singen und Musizieren in Kindertageseinrichtungen

Es ist so einfach, Kinder für Musik zu begeistern: über begeisterte Vorbilder! Wenn Erzieher mit Freude und Selbstbewusstsein musikalische Elemente in den Alltag der Kinder einbauen, erleben Kinder die vielfältigen "Spielmöglichkeiten" von Musik - und werden diese rasch selbst einfordern. Kita macht Musik setzt hier an: Über eine 200 stündige Fortbildung in Kooperation mit den Landesmusikschulen erwerben Erzieher die Fähigkeiten, situations- und altersgerecht mit Kindern zu musizieren.

Ob es um den sprachlichen oder musikalischen Selbstausdruck geht - für die Entwicklung des einen wie des anderen - es steht hierfür nur ein begrenztes Zeitfenster zur Verfügung. Diese Tatsache macht den frühen Beginn von Musikerziehung so bedeutsam.

Schon in Kindertageseinrichtungen kann und muss musiziert werden. Eltern wie Erzieherinnen wünschen sich Musik. Doch in der Praxis fehlt es an musikalischer Früherziehung. Die Ausbildung von Erzieherinnen räumt dem Thema bislang eher wenig Raum ein, Weiterbildungsangebote sind nicht flächendeckend vorhanden. Musikschulen zeigen zwar Interesse, entsprechende Fortbildungsangebote anzubieten, aber häufig fehlen ihnen geeignete Projektpartner.

„Kita macht Musik“ wurde 2005 - 2007 zunächst im Rahmen eines Pilotprojektes in Niedersachsen in Zusammenarbeit der Bertelsmann Stiftung mit dem Landesverband der Volkshochschulen Niedersachsens e.V. und dem Landesverband niedersächsischer Musikschulen e.V. entwickelt und durchgeführt. Aufgrund der großen Nachfrage wurde das Projekt gemeinsam mit den jeweiligen Landesverbänden der Musikschulen und Volkshochschulen sowie mit weiteren Institutionen und Verbänden auf fünf Bundesländer sowie nach Salzburg übertragen. Insgesamt haben in Niedersachsen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Berlin und Salzburg mehr als 900 Erzieherinnen und Erzieher an den Fortbildungen von "Kita macht Musik" teilgenommen.

Bestandteil des Lehrgangs „Kita macht Musik“, der 120 Stunden umfasst, sind unter anderem die Module "Musik und Bewegung", " Singen und Stimme", "Elementare Rhythmuserfahrung", "Elementares Instrumentalspiel" und "Hören". Dafür wurde ein umfangreicher Materialordner erarbeitet, der allen teilnehmenden Institutionen zur Vorbereitung und Durchführung der Fortbildungen zur Verfügung gestellt wurde. In Workshops wurden die Fortbildungsleitungen – die Musikpädagogen der Musikschulen – in den Lehrgang eingeführt.

Kernanliegen dieser Lehrgänge ist zunächst, das musikalische Selbstbewusstsein der Erzieherinnen zu stärken. Denn Musikpädagogen wissen: Worte allein genügen nicht, um Kinder zum Singen zu bringen. Erwachsene müssen mit ihnen singen! Frühkindliche Musikerziehung setzt dabei auf einen reichen Mix musikalischer Reize, die dem Alter des Kindes angemessen sind. Elementares Musizieren bedeutet deshalb vor allem, einen spielerischen Zugang zur Musik zu finden - ob mit Bewegungs-, Klatsch- und Fingerspielen oder mit Experimenten rund um Klänge und Geräusche.

Das Projekt wurde intensiv von zwei professionellen Teams über den gesamten Zeitraum von 2005-2007 evaluiert. Die Untersuchungen belegen, dass sich durch die Fortbildungen der Umfang von musikalischen Aktivitäten in zwei Drittel der Kitas deutlich erhöht hat und das Niveau entsprechend angepasst wurde. Bei den Kindern führte dies zu einer verbesserten Motorik und gesteigerten Konzentrationsfähigkeit. Viele Kinder musizierten auch vermehrt zu Hause, was vielerorts Eltern dazu bewog, ihre Kinder in der Musikschule anzumelden. Eine von einzelnen Musikschulen befürchtete Konkurrenzsituation von „Kita macht Musik“ und den Angeboten der Elementaren Musikpädagogik konnte damit nicht bestätigt werden. Darüber hinaus beeinflusste Kita macht Musik die Außenwirkung der Kitas positiv.

Kita macht Musik vereint 28 Musik- und Volkshochschulen in Niedersachsen, die eine Partnerschaft eingehen, um Fortbildungskurse für Erzieherinnen anzubieten. Kursanbieter sind die Volkshochschulen; den Unterricht erteilen Fachkräfte der örtlichen Musikschule. Darüber hinaus bieten die Musikschulen den Teilnehmer weitere Angebote zur Vertiefung, wie zum Beispiel einen Erzieherinnenchor, Gitarrenunterricht sowie die langfristige Beratung und Begleitung der musikalischen Aktivitäten in den Kitas. Kernanliegen dieser Lehrgänge ist zunächst, das musikalische Selbstbewusstsein der Erzieherin zu stärken. Denn Musikpädagogen wissen: Worte allein genügen nicht, um Kinder zum Singen zu bringen. Erwachsene müssen mit ihnen singen! Frühkindliche Musikerziehung setzt dabei auf einen reichen Mix musikalischer Reize, die dem Alter des Kindes angemessen sind.

Elementares Musizieren bedeutet deshalb vor allem, einen spielerischen Zugang zur Musik zu finden - ob mit Bewegungs-, Klatsch- und Fingerspielen oder mit Experimenten rund um Klänge und Geräusche.

Bestandteil der Lehrgänge, die jeweils 120 Stunden umfassen, sind "Stimme und Singen", "Rhythmuserfahrung", "Musik und Bewegung" und "Elementares Instrumentalspiel". Umgang mit der Stimme steht also ebenso auf der Tagesordnung wie Kindertänze, Musiktheater und das Musizieren mit Bongos, Schellenkränzen und dem Orff-Instrumentarium. Über den Lehrgang hinaus ist an Musikprojekte in allen teilnehmenden Kindertageseinrichtungen gedacht.

Zunächst wurde ein umfangreicher Materialordner erarbeitet, der allen teilnehmenden Volkshochschulen zur Verfügung gestellt wurde. In anschließenden Workshops wurden die Ausbildungsleiter - Musikpädagogen der Musikschulen - für ihre neue Aufgabe qualifiziert.

Die Lehrgänge werden sorgfältig evaluiert. So wird sich die wissenschaftliche Auswertung besonders auf die Folgen der Weiterbildung konzentrieren: Was bewirkt sie bei Erzieherinnen? Wie verändern sich die Kinder? Was bemerken die Eltern? In der wissenschaftlichen Bewertung wird es auch um die Form der Zusammenarbeit gehen, da im Haushaltsplan der Kommunen Kosten senkende Partnerschaften zunehmend an Bedeutung gewinnen.