2005 - 2009: Netzwerk Soziales neu gestalten (SONG)

Das „Netzwerk: Soziales neu gestalten“ ist ein Zusammenschluss von verschiedenen Akteuren in der Sozialwirtschaft. Ihr gemeinsames Fundament ist ihr Engagement für das Gemeinwohl und der Wille die Zukunft aktiv und gemeinsam zu gestalten. Die Aktivitäten in diesem Netzwerk werden auf die Themen fokussiert, die einen entscheidenden Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft haben. Dabei spielen die Themenfelder Alten-, Behinderten- und Jugendhilfe eine große Rolle.

In der ersten Projektphase wird sich das Netzwerk schwerpunktmäßig mit den Fragen einer zukunftsfähigen Ausrichtung der Altenhilfe beschäftigen. Eine besondere Rolle spielen dabei innovative, gemeinwesenorientierte Wohn- und Betreuungsmodelle.

Durch die Professionalisierung und die teilweise Überregulierung im Sozialbereich sind die primären Hilfesysteme wie Familien und Nachbarschaftshilfen immer mehr aus dem Blickfeld geraten. Alle Netzwerkpartner teilen die Überzeugung, dass soziale Leistungen für die Zukunft einerseits dem Wunsch der Menschen nach Eigenverantwortung und Selbstbestimmung zu entsprechen haben und andererseits nachhaltig zu sichern sind. Daher müssen sich soziale Leistungen verstärkt an Solidarität, Subsidiarität, sozialräumlichen Lösungen und bürgerschaftliche Eigenverantwortung orientieren. Eine solche Haltung stiftet letztendlich durch die Möglichkeit der Teilhabe auch bei den Menschen mehr Sinn als eine auf Versorgung und Konsum sozialstaatlicher Leistungen orientierten Einstellung. Vor diesem Hintergrund suchen alle operativen Netzwerkpartner nach ergänzenden Angebotsstrukturen zur stationären Versorgung.

Das gemeinsame Ziel der Netzwerkpartner ist, allgemeingültige, zielgruppenspezifische Rahmenbedingungen für quartiersbezogene Leistungs- und Wohnangebote zu entwickeln, zu definieren und notwendige sozialpolitische Anforderungen zu benennen. Als Projektgrundlage dient die Evaluation der bestehenden Good-Practise-Modelle der Netzwerkpartner sowie die generellen Erfahrungen der Partner im Altenhilfesystem.

Folgende Projektmodule spielen im Projekt eine besondere Rolle:

- Bestandsaufnahme in Form einer Selbstdarstellung der zu untersuchenden gemeinschaftlichen Wohnprojekte

- Durchführung einer Potenzialanalyse dieser quartiersbezogenen Wohnprojekte

- Durchführung einer sozio-ökonomischen Mehrwertsanalyse gemeinschaftlicher Wohnprojekte nach dem SROI-Ansatz

- Durchführung von fünf Fachgesprächen innerhalb der Netzwerkpartner zu zentralen Fragestellungen der Gestaltung

- Finanzierung von sozialen, gemeinwesenorientierten Leistungen und Hilfen

- Erstellung von Handlungsempfehlungen auf Basis der neugewonnenen Erkenntnisse und des erlangten Wissens

- Beratung politischer Entscheidungsträger

- Erstellen von Fachpublikationen und Gestaltung von öffentlichen Transferveranstaltungen

Die Partner des Netzwerks sind:

Bank für Sozialwirtschaft AG, Köln

Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

Bremer Heimstiftung, Bremen

CBT - Caritas-Betriebsführungs- und Trägergesellschaft mbH, Köln Evangelisches Johanneswerk e.V., Bielefeld

Stiftung Liebenau, Meckenbeuren-Liebenau

In den Einrichtungen und Geschäftsstellen der gestaltungsstarken Netzwerkpartner arbeiten rund 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielen einen Jahresumsatz von über 3 Mrd. Euro. Mit ihren ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten erreichen sie über 50.000 Menschen.