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Achim Multhaupt

Langzeitarbeitslosigkeit : Einsatz an allen Enden

Kein Schulabschluss, persönliche Krisen, beruflich auf der Strecke geblieben… Jeden Tag stehen die Mitarbeiter von Jobcentern vor neuen Herausforderungen. – Ein Besuch bei den Arbeitsvermittlern in Dortmund

Deutschland geht es trotz Euro- und Finanzkrise wirtschaftlich gut, die Konjunktur läuft, die Zahl der Arbeitslosen ist rapide gesunken. Die Wirtschaft diskutiert bereits, wie sie für ihre offenen Stellen in den kommenden Jahren genügend Fachpersonal rekrutieren kann.

Das ist die eine, die gute Seite des deutschen Arbeitsmarkts. Die andere, weniger gute Seite sind die Ungelernten und die Geringqualifizierten. Die Bundesagentur für Arbeit hat vor kurzem Zahlen veröffentlicht: Nur 2,4 Prozent der als arbeitslos Gemeldeten sind hochqualifiziert, 20 Prozent hingegen sind ungelernt – so wie Sencer Seker aus Dortmund.

Welche Möglichkeiten hat ein Jobcenter überhaupt, um Menschen wie Sencer Seker wieder in Arbeit zu bringen? Und zu welchem Preis? Wir erzählen seine und drei weitere Geschichten vom Dortmunder Arbeitsmarkt.

Das Ziel Langzeitarbeitslose wieder in die Berufswelt zu integrieren kann erreicht werden. Der Weg dahin ist allerdings kein leichter. Das geeignete Förderinstrument und dessen spezifische Anwendung für den einzelnen Kunden zu finden, fordert viel Einsatz von den Arbeitsvermittlern im Jobcenter.

Doch es kann sich Lohnen, wie unsere Geschichten gezeigt haben. Allein das Gefühl kein Bittsteller mehr zu sein, hat Zangar Ammin beflügelt und ihn seinem Ziel dauerhaft Arbeit zu haben näher gebracht.

Und Sencer Seker? „Er ist eine Freude, pünktlich, zuverlässig, höflich“, sagt sein Chef einen Monat nachdem Sencer seinen Arbeitsvertrag unterschrieben hat.
Der Junge, der nirgends lange geblieben ist, scheint angekommen zu sein.

Mehr zum Thema Arbeitsmarkt in change Ausgabe 4/2013

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