Gruppenfoto der Kids-Jury, die über fünf der sechs Preisträger von Alle Kids sind VIPs entschieden hat
Jan Voth

Im Zentrum der meisten Projekte steht das Engagement von Jugendlichen für Geflüchtete. Egal, ob in Schulen, Jugendzentren und Vereinen – Kinder und Jugendliche setzen sich auf viele kreative Arten für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine Willkommenskultur ein. Eine Jury aus Jugendlichen sowie die Teilnehmer eines Online-Votings haben nun die sechs Preisträger bestimmt: Die Initiatoren und Macher von Projekten aus Sinsheim, Ense, Adelberg, Wismar, Barby (Saale) und Würzburg werden am 7. März 2018 im Rahmen einer großen Preisverleihung in Berlin ausgezeichnet. Dann erfahren die Jugendlichen auch, welche prominenten "Alle Kids sind VIPs"-Botschafter ihre Projekte besuchen werden. Darüber hinaus erhalten sie ein professionelles Coaching für ihre Arbeit.

Fünf der insgesamt sechs Preisträger bestimmte eine "Kids-Jury", die sich aus Jugendlichen der Gewinnerprojekte der vergangenen Wettbewerbsrunde zusammensetzte. Der sechste Preisträger gewann mit 1.827 Stimmen die bis zur letzten Minute spannende Online-Abstimmung für den Publikumsliebling. Das ausgezeichnete Engagement reicht von Bewerbungstrainings mit Geflüchteten über Musicals und Songs für mehr Toleranz bis hin zu interkulturellen Treffs und gemeinsamen kreativen sowie sportlichen Aktivitäten.

Das sind die Preisträger von "Alle Kids sind VIPs" 2018

Bewerbungsmappen erstellen, Bewerbungsgespräche führen, Berufspraktika absolvieren: Schüler der Max-Weber-Schule erarbeiteten mit und für die Flüchtlingsklasse der Schule den Weg in die Arbeitswelt.

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Regelmäßige Begegnung von Menschen jeden Alters und unterschiedlicher Herkunft schafft das Projekt der aufsuchenden Jugendarbeit der Gemeinde Ense. Ein offenes Café und Freizeitangebote sorgen für Austausch und abwechselnde Mottos wie Mittelalterfest, Zuckerfest, Kartoffelfest und Weihnachtsmarkt für Abwechslung.

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Jugendliche um die Band "Actio Grenzgänger" haben einen Friedenszug sowie eine öffentliche Kundgebung organisiert und gemeinsam mit dem in Deutschland lebenden syrischen Rapper McManar einen Song samt Video produziert, um das Leid aufzuzeigen, dem viele Menschen entfliehen. Ihre Motivation: Integration leben, statt nur darüber zu reden.

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Das Musicalprojekt haben rund 100 Jugendliche um den 15-jährigen Initiator Anh Khoa Tran auf die Bühne gebracht. Die Nachwuchskünstler holten auch junge Flüchtlinge ins Team und inszenierten gemeinsam ein Musical für Toleranz und ein friedliches Miteinander.

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Das Projekt der AWO-Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "Teen Club" ermöglichte geflüchteten und sozial benachteiligten Jugendlichen in den etablierten und sonst strukturhomogenen  Kanu- und Bootsvereinen anzukommen und sorgte für die Stärkung des Zusammengehörigkeitsgefühls bei den neu Zugewanderten und Einheimischen. Gemeinsam gestalteten sie Mannschaftsschlauchboote und organisierten Bootsrallyes sowie einen großen Aktionstag mit 300 Gästen, um auf die Vielfalt der Stadt aufmerksam zu machen.

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Mit einem Rap-Song haben die Schüler des Matthias-Grünewald-Gymnasiums gedanklich, sprachlich und musikalisch auf Gemeinsamkeiten und verbindende Aspekte zwischen den Kulturen sowie auf die aktuelle Situation der Flüchtlinge aufmerksam gemacht.

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Ehrenamtlich wird "Alle Kids sind VIPs" von Stars unterstützt, die selbst ausländische Wurzeln haben und sich für Integration engagieren. Mit dabei sind: TV-Moderator und Sänger Daniel Aminati, Fußballlegende Gerald Asamoah, Schauspieler Tayfun Baydar, Comedian Bülent Ceylan, die Band Culcha Candela, die Urban Dance Crew FanatiX, Sängerin Maite Kelly, Model und Moderatorin Rebecca Mir und die Moderatorin Shary Reeves. Schirmherrin von "Alle Kids sind VIPs" ist Staatsministerin Aydan Özoğuz, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Das Titelfoto zeigt die "Kids-Jury", die sich aus Jugendlichen der Gewinnerprojekte der vergangenen Wettbewerbsrunde zusammensetzte. Sie bestimmte fünf der sechs "Alle Kids sind VIPs"-Gewinner. Die jungen Juroren reisten aus mehreren Teilen Deutschlands nach Gütersloh und setzten sich dort einen ganzen Tag lang mit den Projekten auseinander.

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