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Liebe Leser:innen,
in den letzten Monaten wurde in den Medien viel über KI-Spitzentalente diskutiert. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie Europa und Deutschland im internationalen Wettbewerb bestehen können und was es braucht, um die richtigen Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Unsere Podiumsdiskussion „KI-Spitzentalente für den Staat gewinnen“ in Berlin hat dabei vor allem eines gezeigt. Die eigentliche Herausforderung liegt weniger im Recruiting selbst, sondern in den strukturellen Rahmenbedingungen. Denn selbst dort, wo Talente vorhanden sind, können sie ihr Potenzial nur entfalten, wenn die passenden Strukturen im öffentlichen Sektor existieren. Dazu zählen organisatorische, institutionelle und kulturelle Voraussetzungen. Mehr dazu schreibt Felix Sieker auf dem Blog.
Und genau hier verdichtet sich eine grundlegende Spannung: Vieles ist vorhanden – Kompetenzen, Rahmen, Möglichkeiten. Doch ob daraus tatsächlich Wirkung entsteht, entscheidet sich an den Strukturen, die Nutzung ermöglichen oder verhindern.
Diese Perspektive lässt sich auch auf den Umgang mit Regulierung übertragen. Auch hier reicht es nicht aus, dass ein Rahmen existiert. Entscheidend ist, ob dieser in der Praxis verstanden und angewendet werden kann. Clara Ruthardt und Johanna Neu zeigen in unserem Impulspapier, wie Kommunen die europäische Datenregulierung konkret nutzen können, unter anderem für den Zugriff auf externe Daten oder für datenbasierte Entscheidungsfindung.
Dass im Bereich der Strukturen noch viele Fragen offen sind, zeigt auch unsere Arbeit im Gemeinwohlsektor. Beim Kick-off von „Fair4Gemeinwohl“ unter der Leitung von Teresa Staiger wurde deutlich, wie groß das Interesse am Einsatz von KI ist und wie häufig es noch an den notwendigen Voraussetzungen wie Zugängen, Ressourcen und Orientierung fehlt.
Um dies weiter voranzubringen, suchen wir aktuell Verstärkung für unser Team. Wir freuen uns über Menschen, die Lust haben, an der Schnittstelle von Technologie und Gemeinwohlsektor zu arbeiten und Impulse für eine verantwortungsvolle Digitalisierung zu setzen.
Im Hintergrund arbeiten wir seit einigen Monaten an neuen Ideen, schärfen unser Profil und auch unser Blog wird sich in den kommenden Wochen sichtbar weiterentwickeln. Noch wollen wir nicht zu viel verraten, aber so viel ist klar: something is cooking.
Mehr dazu in Kürze.
Bis dahin wünscht viel Spaß beim Lesen
Euer reframe[Tech]-Team
P.S. Wer uns auch einmal wieder live erleben möchte: Charlotte Freihse spricht am 29.4. bei #Usethenews zur Förderung von Nachrichtenkompetenz durch Pre- und Debunking und am 7.5. beim NETTZ-Gespräch zum Social Media Verbot!
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