Person sitzt auf einer Bank im Park und schaut sich eine Zeitung an, die seinen Oberkörper sowie Gesicht verdeckt.
 
 

Liebe Leser:innen,

dieses Jahr scheinen Januar und Februar endlos lang und grau zu sein. So sehr, dass man sich bei jeder zweiten Begegnung fragt, wann denn endlich der Frühling kommt. Fast wirkt es, als ließe er sich genauso viel Zeit wie die Standards im Rahmen des AI Act. Von außen betrachtet passiert hier mitunter erstaunlich wenig. Auch die Debatte um den Omnibus scheint bislang keine wirklichen Lösungen zu bieten.

Umso mehr lohnt sich ein Blick zurück: Auf unserem Blog haben Asena Soydaş und Charlotte Mysegades festgehalten, welche Erkenntnisse die siebte Ausgabe unserer gemeinsamen Dialogreihe „KI-Verordnung Wege zur Umsetzung“ mit dem Weizenbaum-Institut zum Thema Standardisierung gebracht hat. Denn auch wenn Normungsprozesse selten Schlagzeilen machen, werden genau dort die Weichen für die praktische Umsetzung gestellt.

Wer sich länger mit KI-Entwicklung und -Einsatz beschäftigt, stößt schnell auf eine der wertvollsten Ressourcen in der KI-Wertschöpfungskette: KI-Spitzentalente. Gerade im öffentlichen Sektor sind sie jedoch rar. Was wir tun können und was sich dabei von Großbritannien lernen lässt, nimmt unsere Veranstaltung im März in den Blick. Diskutieren Sie mit uns – wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Regulierung und Personal allein reichen jedoch nicht aus. Wer digitale Souveränität ernst meint, muss auch über technologische Grundlagen sprechen. Hier sind wir stark von nicht europäischen Lösungen abhängig. In unserem neuen Policy Brief zeigen Felix Sieker und Alex Tarkowski, wie der Aufbau eines offenen, interoperablen und gemeinwohlorientierten Public AI Stack in Europa gelingen kann.

Infrastruktur entscheidet auch darüber, wie digitale Räume gestaltet sind, in denen öffentliche Debatten stattfinden. In unserem Report analysieren Charlotte Freihse und Carla Ruthardt gemeinsam mit Björn Staschen und Sascha Förster, wie dezentrale Social-Media-Plattformen technisch funktionieren, worin sie sich strukturell von TikTok, X oder Instagram unterscheiden und wie sich diese Alternativen systematisch stärken lassen.

Last but not least: Wie fair kann KI eigentlich sein? Dieser grundlegenden Frage widmet sich Teresa Staiger im Change Magazin der Bertelsmann Stiftung.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das Team

Euer „reframe[Tech]“-Team

Image der Dialogreihe zu sehen: Baskettballfeld

Siebte Ausgabe unserer Dialogreihe zu „Nationale KI-Aufsicht: Herausforderungen und Perspektiven“

Veranstaltung
Im Diskurs um die praktische Umsetzung der KI-Verordnung sind sie zentral: harmonisierte europäische Normen. Die siebte Ausgabe unserer Dialogreihe widmete sich deshalb den Fragen, wie der Standardisierungsprozess in Europa abläuft und welche Chancen und Herausforderungen sich im Bereich der Normung aus Sicht der Wissenschaft, der Praxis und aus Sicht der europäischen Normungsorganisationen zeigen. Hier geht's zur Beitrag!

Hintergrund in blau mit weißen Linien und Kreisen

Resiliente digitale Öffentlichkeit: Wie dezentrale Social-Media Plattformen Vielfalt, Transparenz und demokratische Diskurse fördern können

Report
Meta, TikTok, Google und Co. bestimmen über unsere digitale Öffentlichkeit: Die Algorithmen auf ihren Social-Media-Plattformen prägen, was wir sehen, worüber wir sprechen und wie sich unsere Wirklichkeit formt. Seit Ende Januar ist der Report nun englischer Sprache verfügbar! Hier geht's zum Report!

 
Illustration des Reports

Aufbau von Europas Public-AI-Stack

Policy Brief
In einem neuen Policy Brief zeigen wir, warum Europas Abhängigkeit im Bereich KI-Infrastruktur ein wachsendes Risiko für strategische Autonomie und demokratische Kontrolle darstellt – und wie ein Public AI Ansatz KI zu offener, missionsorientierter öffentlicher digitaler Infrastruktur machen kann, die dem Gemeinwohl dient. Hier geht's zum Policy Brief!

Tablet mit dem Cover vom change Magazin zu sehen

Wie fair kann Künstliche Intelligenz sein?

Artikel
Künstliche Intelligenz soll logisch, neutral und objektiv sein, aber sie kann auch Vorurteile verstärken. Warum das so ist und wie wir es besser machen können, hat unsere Kollegin Teresa Staiger neben zwei weiteren Expertinnen im Gespräch mit change erklärt. Hier geht's zum Artikel!

 
Gebäude der Stiftung in Berlin zu sehen

„Wie können KI-Spitzentalente für den Staat gewonnen werden? Was Deutschland von Großbritannien lernen kann“

Podiumsdiskussion am 17. März in Berlin
Das Tempo in der Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz stellt den Staat vor eine zentrale Herausforderung: mit aktuellen Trends Schritt zu halten und künftige Entwicklungen frühzeitig zu antizipieren. Dafür braucht es technisches Fachwissen – doch genau hier wird es schwierig, weil der Staat im Wettbewerb mit Unternehmen und Universitäten um die besten Talente steht. Wie können internationale KI-Spitzentalente für den öffentlichen Sektor gewonnen werden? Und was lässt sich vom britischen AI Security Institute lernen? Diese Fragen möchten wir am 17. März mit Expert:innen diskutieren. Hier geht's zur Anmeldung!

 
Bücher gestapelt mit gelben Hintergrund zu sehen

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„Erlesenes" ist ein zweiwöchentlicher Newsletter von reframe[Tech] und bietet eine kuratierte Auswahl an wissenschaftlichen Studien, journalistischen Artikeln und Debattenbeiträgen sowie Fundstücken mit Augenzwinkern aus sozialen Medien zum Themenkomplex Algorithmen und KI.