ZiviZ gGmbH (Hrsg.)

Vereine, Stiftungen und Co: Die neuen Bildungspartner?

  • 2018, 64 Seiten (PDF)
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Rund 16 Millionen Menschen engagieren sich ehrenamtlich im Bildungsbereich. Sie sind organisiert in knapp 300.000 gemeinnützigen Organisationen. Damit ist Bildung das zweitwichtigste Engagementfeld in Deutschland. Nur im Sportbereich gibt es noch mehr Vereine (und mehr Engagierte). Das ergab eine Sonderauswertung der Studie "Zivilgesellschaft in Zahlen".

 

Sie entwickeln eigene Bildungsangebote, sind als Förderverein oder bildungspolitisch aktiv. Von den mehr als 630.000 Organisationen in der Zivilgesellschaft engagieren sich 297.000 gemeinnützige Organisationen im Bildungsbereich. Das ist ein Zuwachs von fünf Prozentpunkten allein in den letzten fünf Jahren. Auch die Zahl der im Bildungskontext aktiven Stiftungen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Doch neben den 280.000 Vereinen machen die annähernd 10.000 Bildungsstiftungen nur einen kleinen Anteil aus.

 

Der regelrechte Gründungsboom in den letzten 20 Jahren hat neue Organisationstypen hervorgebracht: Die "neue Bürgerschaft" (Beispiel: Fördervereine von Schulen) und die "neuen Professionellen" (Beispiel: meist öffentlich geförderte Einrichtungen, die unter anderem Förder- und Betreuungsangebote in Ganztagsschulen übernehmen). Sie unterscheiden sich erheblich in ihren Arbeitsstrukturen und arbeiten unterschiedlich stark mit anderen Bildungsakteuren zusammen.