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Leseprobe

Kurz vor dem für am 11.-12. Juli stattfindenden NATO-Gipfel kritisierte der amerikanische Präsident Donald Trump, dass die EU „gegründet worden sei, um die USA zu übervorteilen“. Er hat da nicht ganz unrecht. Seit 1989 und dem Ende des Kalten Krieges profitierten die Europäer von der sogenannten „Friedensdividende“. Die meisten von ihnen reduzierten ihre Defizitfinanzierung auf deutlich unter die vereinbarten zwei Prozent des Bruttosozialprodukts. Ist Europa in der Lage, sein Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, wie es Bundeskanzlerin Angela Merkel gefordert hatte? Der Moment ist günstig, denn sowohl Politiker in ihren Reden als auch die Bürger in Umfragen, so die Argumentation unseres Autors Joachim Fritz-Vannahme, fordern mehr Sicherheit als öffentliches Gut. Diese Übereinstimmung sollte neue Türen für die Finanzierung einer echten europäischen Sicherheitspolitik öffnen.