Pressemitteilung, , Gütersloh: Maria Virginia Savastano ist die "Neue Stimme" 2005

Argentinische Sopranistin gewinnt den elften Internationalen Gesangswettbewerb der Bertelsmann Stiftung

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Die Argentinierin Maria Virginia Savastano hat den mit 10.000 Euro dotierten 1. Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb "Neue Stimmen" der Bertelsmann Stiftung in Gütersloh gewonnen. Die 22-jährige Sopranistin überzeugte die internationale Jury unter dem Vorsitz von Gérard Mortier, Leiter der "Opéra National de Paris", mit den Arien "Quel guardo il cavaliere" aus der Oper "Don Pasquale" von Gaetano Donizetti sowie "Quando m’en vo’" aus "La Bohème" von Giacomo Puccini. Der 2. Preis (7.500 Euro) wurde dem russischen Tenor Alexey Kudrya (23) zugesprochen; den 3. Preis (6.000 Euro) erhielt die ebenfalls aus Moskau stammende Sopranistin Anna Aglatova (23).

Die weiteren Preise (jeweils 3.000 Euro) gingen an die 28-jährige Sopranistin Jane Archibald aus Kanada, die 26-jährige Mezzo-Sopranistin Jurgita Adamonyte aus Litauen, die schwedische Sopranistin Emma Vetter (30) sowie an Xiaolin Zhou (23) aus China, ebenfalls Sopran. Xiaolin Zhou gewann auch den bereits im Semifinale vergebenen Publikumspreis. Sie erhält einen Notengutschein des Bärenreiter-Verlags im Wert von 500 Euro.

Der Wettbewerb wurde 1987 von Liz Mohn, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Bertelsmann Stiftung, ins Leben gerufen. Damals bewarben sich 39 Sänger. Dieses Mal waren mehr als 1.200 Nachwuchskünstler aus 60 Nationen bei den "Neuen Stimmen" dabei. 21 Vorauswahlen wurden von Mai bis September 2005 u. a. in Berlin, Buenos Aires, Chicago, Kapstadt, London, Moskau, München, New York, Peking, Sydney und Yokosuka (Japan) ausgetragen. 43 Operntalente aus 19 Nationen schafften den Sprung in die Endrunde .

In den Vorauswahlen und in der Endrunde wurden die Sänger nach den vier gleichwertigen Kriterien technisches Können, musikalische Gestaltung, Stimmqualität und Bühnenpräsenz bewertet. Der Jury gehörten neben dem Vorsitzenden Gérard Mortier, Leiter der "Opéra National de Paris", an: Kammersänger Francisco Araiza, Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart; Brian Dickie, Generaldirektor des Chicago Opera Theater; Anthony Freud, Generaldirektor der Welsh National Opera; Kammersänger Siegfried Jerusalem, Rektor der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg; Jürgen Kesting, Musikkritiker und Autor; Gustav Kuhn, Präsident der Tiroler Festspiele Erl und Direktor der "Accademia di Montegral"; Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt; Kammersängerin Edith Mathis, Professorin an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien; sowie Konzertsängerin Edith Wiens, Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik Nürnberg-Augsburg und der Hochschule für Musik und Theater München.