Liebe Leserin, lieber Leser,
wie offene Daten Wirkung entfalten können, ist eine zentrale – und nicht leicht zu beantwortende – Frage für Organisationen, die Daten offen bereitstellen. Denn ein wesentliches Merkmal offener Daten ist ihre freie Wiederverwendbarkeit: In den meisten Fällen erfahren die bereitstellenden Organisationen nicht, in welchen Kontexten ihre Daten genutzt werden.
Umso wichtiger sind anschauliche Anwendungsbeispiele, die zeigen, welchen Mehrwert offene Daten schaffen – und die auch Skeptiker:innen überzeugen können. Im Datenatlas Zivilgesellschaft machen wir solche Datengeschichten sichtbar.
Unsere neueste Datengeschichte über Soliguide ist ein besonders eindrückliches Beispiel: Die Plattform umfasst mehr als 45.000 Einträge zu sozialen Hilfsangeboten in ganz Frankreich – von Notunterkünften und Essensausgaben über rechtliche Beratung und Hygieneangebote bis hin zu psychosozialen Diensten und Sprachkursen. Mehr als zwei Millionen Abrufe pro Jahr zeigen, wie groß der Bedarf sowohl bei Menschen in Notlagen als auch bei Fachkräften ist, die beraten und begleiten.
Mit dieser positiven Geschichte im Hinterkopf empfehlen wir Dir weitere Inhalte unseres Newsletters: In Videobeiträgen der Open Knowledge Foundation und des GovLabs in New York geht es um die enge Verbindung von gemeinwohlorientierter KI und offenen Daten.
Viel Spaß beim Lesen und Anschauen!
Viele Grüße, Bürge, Petra, Mario, Jakob und Fabian
Ausgabe 32, März 2026
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Nicht verpassen: Das 5. Open Data Barcamp der Bertelsmann Stiftung findet am 22. April 2026 in Hamburg statt. Doch hier geht es nicht nur ums Zuhören: Die Teilnehmenden gestalten das Programm selbst und bringen ihre eigenen Fragen, Ideen und Perspektiven ein. Das Event richtet sich an alle Open-Data-Interessierte aus Verwaltung und Zivilgesellschaft. Sei dabei – egal ob du Daten bereitstellst, nutzt oder dich einfach für das Thema interessierst.
Jetzt anmelden
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"Das Open Data Barcamp hat sich zu einer festen Größe im nationalen Open Data – Kalender entwickelt. Es bietet die Chance sich zu informieren, oder in einzelne Themen tiefer einzutauchen."
Christian Horn, Senatskanzlei Hamburg, Leitung Shared und Open Data
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Open Data Maturity: Neuer Bericht im Video
Der Open Data Maturity Report ermittelt jedes Jahr den Status Quo von europäischen Ländern in Sachen Open Data. Ein Video fasst die Ergebnisse zuammen. Video mit Best Practices
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Shein: Neuer Datensatz zu gefährlichen Chemikalien
Der chinesische Online-Händler Shein ist regelmäßig Thema in Politik und Medien. Jetzt gibt es auch im Datenatlas Zivilgesellschaft einen spannenden Datensatz zu der Plattform - in Form einer Greenpeace-Untersuchung. Datensatz zu gefährlichen Chemikalien
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OECD Local Data Portal
Seit knapp einem Jahr ist das OECD Local Data Portal online! Es stellt mehr als 100 Indikatoren zu über zehn Themenfeldern wie Demographie, Migration oder Digitalisierung zur Verfügung. Außerdem bietet das Portal einen eigenen Reiter zu Klimadaten an. Die Daten stammen von über 50 Anbietern wie den nationalen Statistikämtern, Raumfahrtagenturen wie der ESA sowie von Stiftungen und Privatunternehmen. Portal ansehen
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Interessanter Workshop von Stefaan Verhulst
Künstliche Intelligenz ist nur so viel wert wie die Daten, auf denen sie basiert. In einem Workshop hat Open-Data-Pionier Stefaan Verhulst gezeigt, warum offene Daten unverzichtbar für eine öffentliche KI-Infrastruktur sind. Workshop nachträglich ansehen
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„The Future of Open Data“: Videodokumentation zur Online-Konferenz
Die Open Knowledge Foundation hat anlässlich des 20-jährigen Bestehens von CKAN die Open Data Community zusammengebracht. Auf der Online-Konferenz „The Future of Open Data“ diskutierten 20 Referent:innen über aktuelle Trends. Videodokumentation ansehen
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Kostenfreies Partnerprogramm der Civic Data Academy
Die Civic Data Academy hat ein neues kostenfreies Partnerprogramm an den Start gebracht. Organisationen aus der Zivilgesellschaft erhalten ein individuell zusammengestelltes Lernprogramm, das gezielt auf ihre Bedarfe eingeht. So funktioniert das Partnerprogramm
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Neues aus dem Datenatlas Zivilgesellschaft
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Soliguide: Wie offene Daten Menschen in schwierigen Lebenslagen Orientierung geben
„Ich wusste nicht, wohin ich gehen sollte." Dieser Satz steht für eine Erfahrung, die viele Menschen in akuten Notlagen teilen. Geflüchtete, Wohnungslose oder junge Menschen ohne familiären Rückhalt stehen vor einem unübersichtlichen Geflecht aus Hilfsangeboten – deren Informationen oft verstreut, unvollständig oder veraltet sind. An diesem Punkt setzt Soliguide an. Datengeschichte entdecken
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Datensprechstunden – jetzt anmelden!
Unsere Datensprechstunden gehen in die nächste Runde: Erhaltet individuelle Unterstützung bei euren Fragen rund um Datenaufbereitung und -bereitstellung. Im Video bekommt ihr einen Einblick in das Format. Jetzt anmelden
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DatenKOPF des Monats
Daria Petesov
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Zentrum für Datenmanagement, Bertelsmann Stiftung, Gütersloh
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Warum ist Open Data für dich wichtig?
Open Data ist für mich weit mehr als ein technisches Konzept – es ist eine Voraussetzung für Transparenz, Nachvollziehbarkeit und demokratischen Diskurs. Offene Daten ermöglichen es, gesellschaftliche Entwicklungen faktenbasiert einzuordnen und Argumente auf eine solide empirische Grundlage zu stellen. Gerade in der Arbeit mit NGOs erlebe ich immer wieder, wie groß der Mehrwert frei zugänglicher Daten sein kann: Sie eröffnen neue Analyseperspektiven, stärken die strategische Ausrichtung und helfen dabei, Wirkung sichtbar zu machen. Open Data trägt dazu bei, Chancengleichheit im Zugang zu Wissen und Analyse zu fördern.
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Auf welches Event freust du dich schon?
Ich freue mich besonders auf die kommende DatenDialog-Veranstaltung am 11./12.09.26 in Leipzig. In enger Kooperation mit CorrelAid arbeite ich daran, gemeinwohlorientierte Organisationen bei der Strukturierung ihrer Datenherausforderungen zu begleiten und sie mit passender Data-Science-Expertise zu vernetzen. In meiner Rolle als Brückenbauerin führe ich konkrete Datenherausforderungen mit passender Datenexpertise zusammen. Der DatenDialog bietet dabei den strukturierten Rahmen, in dem gemeinsam tragfähige Lösungsansätze erarbeitet werden. Ziel ist es, die Projekte in ihrer inhaltlichen und strategischen Arbeit zu stärken, sodass datenbasierte Ansätze nicht punktuell wirken, sondern nachhaltig zur Zielerreichung und Wirkung beitragen. Die Veranstaltungen selbst sind für mich jedes Mal ein besonderer Moment, weil dort sichtbar wird, wie aus strukturierten Datenfragen tragfähige Lösungen entstehen – kollaborativ, praxisnah und mit echtem Mehrwert für das Gemeinwohl.
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Woraus ziehst du Energie?
Energie schöpfe ich vor allem aus Momenten, in denen sich Komplexität ordnet: Wenn aus einer zunächst unscharfen Datenherausforderung eine klare Struktur entsteht und sich erste Lösungswege abzeichnen. Diese Prozesse erlebe ich als sehr erfüllend, weil sie zeigen, wie analytisches Denken konkrete Wirkung entfalten kann. Den Ausgleich finde ich bewusst außerhalb digitaler Kontexte – in Bewegung, Zeit in der Natur und Momenten, die nicht von Daten und Bildschirmen geprägt sind. Dieser Abstand hilft mir, mit neuer Klarheit und Perspektive auf komplexe Fragestellungen zurückzukehren.
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Kontakt:
E-Mail: daria.petesov@bertelsmann-stiftung.de
Website: www.datendialog.de
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Zahl des Monats: 49,8 %
aller Haushalte in Freiburg im Breisgau verfügten im Jahr 2022 über ein Gesamtnettoeinkommen unter 25.000 Euro pro Jahr. Im Wegweiser Kommune werden drei Einkommensklassen (niedrig, mittel, hoch) gebildet. Grundlage für die Einteilung sind die jeweiligen Haushaltseinkommen, welche die Summe aller Nettoeinkünfte (Arbeitslohn, Rente, Sozialleistungen, Kindergeld) der Haushaltsmitglieder umfassen. In Freiburg ist die Arbeitslosenquote gleichzeitig moderat (3,8% bei einem bundesdeutschen Durchschnitt von 4,1% pro Kommune im Jahr 2022).
Ist Freiburg also die Stadt der Working Poor, die Arbeit nicht vor Armut schützt? Mitnichten – als Universitätsstädte weisen Kommunen wie Freiburg oder Münster häufig eine Kombination von einem hohen Anteil an Personen mit einem niedrigen Einkommen (aber guten Erwerbsaussichten) und niedriger Arbeitslosigkeit auf. Das Beispiel zeigt, dass Phänomene wie Working Poor eine detaillierte Untersuchung erfordern und mit Daten, die auf kommunaler Ebene aggregiert werden, nicht immer ausreichend präzise beantwortet werden können. Hier können die Datenreihen abgerufen werden
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23.04.26 | Espresso Talk: Model Context Protocol (MCP) – Wie der neue Standard KI-Anwendungen mit Daten und Tools verbindet, online
Hier geht es zur Anmeldung
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Unser Team
Wenn du Fragen oder Anregungen hast, nimm gerne mit uns Kontakt auf.
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Senior Project Manager
Mario Wiedemann
Mario Wiedemann ist Politologe und leitet das Projekt Daten für die Gesellschaft. Sein Arbeitsschwerpunkt ist Open Data in Kommunen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. In früheren Projekten hat er sich für offene Inhalte wie z.B. freie Bildungsmaterialien engagiert.
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Project Managerin
Hannah Amsbeck
Hannah Amsbeck ist Soziologin und arbeitet seit 2014 am Wegweiser Kommune. Sie verantwortet dessen Datenbereich einschließlich der Bevölkerungs- vorausberechnungen und Wanderungsstatistiken und erarbeitet Studien zum Thema Demografie.
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Project Manager
Hendrik Jütte
Hendrik Jütte ist Wirtschaftssoziologe und Statistiker und arbeitet seit 2025 am Wegweiser Kommune. Sein Arbeitsfeld umfasst u. a. die technische und inhaltliche Weiterentwicklung des Wegweisers sowie die weiter- führende Nutzung der vorliegenden Daten in Studien.
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Project Managerin
Bürge Uprak
Bürge Uprak ist Soziologin und ihr Fachgebiet ist Open Data. Seit 2025 arbeitet sie am Datenatlas Zivilgesellschaft. Ihr Arbeitsumfeld umfasst die Weiterentwicklung des Metadatenportals und die Unterstützung der Zivilgesellschaft bei Themen rund um offene Daten.
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Project Manager
Jakob Weber
Jakob Weber ist Politik- wissenschaftler und arbeitet seit Ende 2025 wieder im Wegweiser Kommune. Er hat die Bevölker- ungsvorausberechnung 2040 begleitet und ist für die kommunikative Weiterentwicklung des Wegweisers zuständig.
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Project Assistant
Petra Beckhoff
Petra Beckhoff arbeitet als Project Assistant im Team des Projekts Daten für die Gesellschaft. Sie organisiert Vorhaben zu Open Data wie z.B. das Barcamp und das Netzwerktreffen, arbeitet im Datenatlas Zivilgesellschaft, unterstützt die Kommunikations-arbeit und ist im Redaktionsteam unseres Newsletters tätig.
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Senior Project Assistant
Silke Hansberg
Silke Hansberg arbeitet als Senior Project Assistant im Team von Daten für die Gesellschaft der Bertelsmann Stiftung. Sie organisiert interne Abläufe und Vorhaben rund um das Projekt und arbeitet seit 1998 in der Bertelsmann Stiftung.
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