Sehr geehrte Damen und Herren,
kaum eine Woche vergeht, in der nicht über das schwindende Vertrauen in Politiker:innen diskutiert wird. Die Debatte kreist dabei meist um dieselben Fragen: Sind Politiker:innen nicht bürgernah genug? Kommunizieren sie falsch? Halten sie, was sie sagen?
Solche Fragen sind berechtigt. Sie setzen aber oft schon einen Maßstab voraus, den wir gar nicht genau kennen: Was erwarten Bürger:innen eigentlich konkret von Politiker:innen? Und lässt sich das überhaupt alles gleichzeitig erfüllen?
Mit dieser Frage beschäftigt sich die neue Ausgabe unseres EINWURFs, für die wir die deutsche Bevölkerung repräsentativ befragt haben.
EINWURF 04/2026: „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Warum Politiker:innen die vielfältigen Erwartungen der Bevölkerung nicht erfüllen können – und wie sie trotzdem Vertrauen zurückgewinnen"
von Christina-Marie Juen und Carlo Greß
Die Ergebnisse zeigen: Bürger:innen erwarten von Politiker:innen vieles gleichzeitig. Schnelles Handeln und breite Beteiligung, klare Haltung und Kompromissbereitschaft, Nähe zum Wahlkreis und Präsenz im Parlament. Diese Erwartungen widersprechen sich oft, und dies gilt für Befragte über alle Parteilager hinweg. In diesen Widersprüchen liegt eine wichtige Erklärung für die anhaltende Enttäuschung und den Vertrauensverlust – aber auch Ansatzpunkte, wie Politiker:innen damit umgehen können.
Für Kommentare und Rückmeldungen sind wir Ihnen wie immer sehr dankbar und wünschen Ihnen eine hoffentlich anregende Lektüre.
Christina-Marie Juen und Carlo Greß