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Katja Evertz, Cortex digital / Flickr - CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

BarCamp Arbeiten 4.0

Das BarCamp und die Sessions

Durch den Tag führten 35 Sessions zu 5 Themen. Das Format wurde dabei von vielen Teilnehmern als geradezu idealtypisch für eine Debatte um Arbeiten 4.0 bezeichnet. weiterlesen

Auf Einladung der Bertelsmann Stiftung diskutierten am 3. Juni 2015 rund 160 Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf einem BarCamp in Berlin über die Zukunft der Arbeit in einer digitalisierten Welt. Zwölf Knowledge-Partner unter-stützten die Veranstaltung.

In 35 offen geplanten Sessions ging es um Themen wie Führung, Teamarbeit, Hierarchie, Kommunikation, Wissensmanagement und Recruiting. Daneben gab es auch Raum für eine Keynote von Prof. Dr. Gunter Dueck, ein Grußwort von Liz Mohn und eine Panel-Diskussion mit Stephan Grabmeier, Jan Westerbarkey, Staatssekretär Thorben Albrecht, Nadine Nobile und Gunter Dueck.

Ausgangspunkt der Debatten in den Camp-Sessions war die Erkenntnis, dass in Deutschland noch allzu oft über Digitalisierung theoretisiert wird, ohne dass substanzielle Fortschritte bei der digitalen Transformation erkennbar sind. Dadurch besteht die Gefahr, dass die Bundesrepublik als digitaler Standort im internationalen Vergleich immer weiter zurückfällt. Diese Auffassung wurde auch in der eigens für das BarCamp erstellten Meta-Studie deutlich.

Der Mensch und seine Bedürfnisse müssen im Vordergrund stehen.

Liz Mohn, stellv. Vorsitzende Bertelsmann Stiftung

Zugleich wurde in vielen Diskussionsbeiträgen hervorgehoben, dass sich Arbeiten 4.0 nicht auf die Technisierung der Arbeitswelt im Sinne einer Industrie 4.0 reduziert. Im Zentrum der Debatte über die Arbeit der Zukunft stand der gesellschaftliche Wertewandel mit dem Wunsch nach stärkerer Partizipation, individueller Lebens- und Arbeitsgestaltung sowie Sinnhaftigkeit der Arbeit. „Den Menschen und seine Bedürfnisse in den Vordergrund stellen“ – diesen Gedanken stellte auch Liz Mohn als Leitmotiv der Debatte über die neue Arbeitswelt in den Vordergrund.

Eine weitere Erkenntnis: Um die Zukunft 4.0 zu gestalten, ist ein breiter Dialog in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft erforderlich, bei dem Prinzipien wie Vernetzung, Offenheit und Kollaboration wirksam werden. Diesem Zweck diente nicht zuletzt das gewählte BarCamp Format der Veranstaltung mit seinem partizipativen Ansatz.

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