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Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist gut. Die positiven Zahlen sollten aber angesichts konjunktureller Unsicherheiten, anhaltender Veränderungsprozesse und fortbestehender struktureller Probleme kein Anlass sein, die Hände in den Schoß zu legen.

  • Die Globalisierung und die zunehmende Vernetzung intensivieren die internationale Arbeitsteilung, sodass nicht mehr nur Geringqualifizierte die Verlagerung ihres Arbeitsplatzes ins Ausland fürchten müssen.
  • Der technologische Fortschritt und die Digitalisierung der Wirtschaft schaffen neue Geschäftsmodelle und Wachstumschancen. Gleichzeitig gefährden sie aber eine Reihe von Tätigkeiten mit geringen oder mittleren Qualifikationsanforderungen, die in Zukunft automatisiert  werden können. Arbeitsplatzunsicherheit und steigende Ungleichheit der Löhne sind Auswirkungen dieser Entwicklungen.
  • Die Alterung der Gesellschaft wird langfristig die Zahl der Erwerbspersonen in Deutschland verringern und untergräbt damit die finanzielle Basis der sozialen Sicherungssysteme.

Die in Deutschland in den letzten Jahren durchgeführten Reformen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, wie etwa der gesetzliche Mindestlohn oder die Anhebung des Renteneintrittsalters, bieten erste Antworten auf diese Problemlagen, schaffen allerdings auch neue Herausforderungen für das deutsche Wirtschafts- und Sozialmodell.

Schließlich gibt auch die Lage im europäischen Ausland Grund zur Sorge. Nahezu alle südeuropäischen Staaten leiden unter einer tiefen und anhaltenden Rezession. Am schwierigsten ist die Lage nach wie vor in Griechenland und Spanien. Dort ist auch die Jugendarbeitslosigkeit weiterhin hoch.

Das Projekt Wirtschaftliche Dynamik und Beschäftigung untersucht durch Studien und Analysen die Herausforderungen, vor denen Arbeitsmarkt und soziale Sicherungssysteme heute stehen und identifiziert Handlungsmöglichkeiten für die Politik in Deutschland und Europa. Dabei schauen wir immer wieder über den nationalen Tellerrand, um von erfolgreichen Politiken im Ausland zu lernen. Durch den intensiven Dialog mit Vertretern von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wollen wir darüber hinaus gesellschaftliche Akteure für die bestehenden Herausforderungen sensibilisieren und gemeinsam konstruktive Lösungen erarbeiten.

Grundlage unserer Arbeit ist ein Verständnis des Arbeitsmarkts als Bedingung wirtschaftlicher Dynamik als auch Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Eine moderne Arbeitsmarktpolitik muss eine möglichst breite Teilhabe an Erwerbstätigkeit zu angemessenen Löhnen und Arbeitsbedingungen sicherzustellen, ohne dadurch Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und damit letztlich Wachstumschancen zu gefährden.

Studie

Wer wenig hat, wird am stärksten belastet: Steuer- und Sozialsystem benachteiligt Geringverdiener

Leistung lohnt sich nicht immer: In Deutschland werden Geringverdiener durch Einkommensteuer, Sozialabgaben und staatliche Transferleistungen deutlich stärker belastet als Spitzenverdiener. weiterlesen

Studien

Grenzbelastungen im Steuer-, Abgaben- und Transfersystem

Breite Schultern können mehr tragen. Nach diesem Prinzip funktioniert grundsätzlich auch der deutsche Sozialstaat: je höher das Einkommen, desto höher ist der Steuersatz. Doch die Studie „Grenzbelastungen im Steuer-, Abgaben- und Transfersystem: Fehlanreize, Reformoptionen und ihre Wirkungen auf inklusives Wachstum“ des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zeigt, dass Einkommenszuwächse bei Geringverdienern durch das Zusammenwirken von Sozialabgaben, Transferleistungen und der Einkommensteuer stärker belastet werden als bei Spitzenverdienern. weiterlesen

Studien

Aus den Augen, aus dem Sinn? - Öffentliche Investitionen jenseits der Kernhaushalte

Die öffentliche Hand in Deutschland investiert zu wenig – so das gängige Urteil. Aber stimmt das tatsächlich, wenn man auch jenseits der Kernhaushalte schaut? weiterlesen

Umfrage

Große Zufriedenheit mit Geburtskliniken, aber auch deutliche Unterschiede in der Versorgung

Deutschlands Mütter stellen Geburtskliniken insgesamt ein gutes Zeugnis aus. Aber die Häuser schneiden in der Gunst der Patientinnen teils sehr unterschiedlich ab. weiterlesen