Flüchtlingsdialoge
Lena Reiner

Integration kann nur vor Ort gelingen, dort wo die Menschen zusammenleben, wo sich das Zusammenleben verändern wird und wo auch Sorgen und Ängste entstehen. Darum ist es wichtig, dass die unterschiedlichen Akteure – engagierte Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe, Verwaltung, Politik und Flüchtlinge – miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Und zwar immer auf den lokalen Sozialraum und das Zusammenleben vor Ort bezogen.

Die Bertelsmann Stiftung hat ergänzend zum gemeinsamen Projekt des Sozialministeriums und des Staatsministeriums Baden-Württemberg eine eigene Webseite www.fluechtlingsdialoge.de eingerichtet. "Kommunen finden hier praktische Handreichungen wie Musterabläufe, Leitfäden, Checklisten und gute Beispiele von bereits durchgeführten Flüchtlingsdialogen – alles was sie brauchen, um selber einen Flüchtlingsdialog durchzuführen", so unsere Kollegin Anna Renkamp. Dabei soll sich die Durchführung solcher Dialoge nicht auf Baden-Württemberg beschränken. Ziel der Webseite ist es auch, Kommunen bundesweit zur Durchführung kommunaler Flüchtlingsdialoge zu motivieren.

"Mit der Webseite wird die Dialogidee auch über Baden-Württemberg hinaus bekannt gemacht und kann zum Nachmachen motivieren."

Gisela Erler, Staatsrätin für Zivilgesellschaft und Bürgerbeteiligung im Staatsministerium Baden-Württemberg

Das Projektteam "Vielfältige Demokratie gestalten" im Programm Zukunft der Demokratie verfügt über einen großen Erfahrungsschatz im Bereich der Bürgerbeteiligung, mit verschiedenen Dialogformaten und mit der Vernetzung unterschiedlicher Akteure.  Mit diesem Know-How hat das Projektteam bereits an der Konzeption der Flüchtlingsdialoge mitgewirkt und – gemeinsam mit allen Projektpartnern der Initiative und mit Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen anderer Stiftungsprogramme – die Materialien für die Homepage entwickelt.