Freizeit
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Was kann ich in meiner Freizeit tun und wo kann ich mich mit anderen Menschen treffen und austauschen? Weil sich diese Fragen junge und qualifizierte Menschen stellen, ist das Freizeitangebot in einer Region auch für Unternehmen von besonderem Interesse – vor allem für die Betriebe, die um Fachkräfte werben müssen.

Zur Erhebung des Kultur- und Freizeitangebots wurde für das Spotlight Nr. 2 die Anzahl folgender Einrichtungen ermittelt: (1) Bars/Kneipen/Cafés/Restaurants; (2) Sportvereine; (3) Kulturvereine; (4) Bibliotheken; (5) Museen; (6) Musikclubs/Discotheken; (7) Galerien/Kunsthandlungen; (8) Kinos; (9) Opern/Konzerthallen/Theater; (10) Volkshochschulen.

Was ergibt ein empirisches Schlaglicht auf diese zehn Kategorien?

  1. Insgesamt fanden sich in Deutschland knapp 375.000 Einrichtungen zu den genannten Bereichen. Museen, Galerien, Kinos, Theater oder Opern machten dabei jedoch nur einen kleinen Anteil aus. Den überwiegenden Anteil machten die ersten drei Kategorien aus, also die gastronomischen Angebote und die Sport- und Kulturvereine.

  2. Die Großstädte haben eine große Auswahl an Möglichkeiten zu bieten und damit eine hohe Angebotsvielfalt. Gerade im kulturellen Bereich sind sie gegenüber kleineren Städten und Gemeinden klar im Vorteil.

  3. Allerdings können auch Regionen außerhalb der Großstädte mit einigen Argumenten auf ihre Freizeitlandschaft aufmerksam machen. Denn wenn die Angebote pro 10.000 Einwohner verglichen werden, dann existiert in kleineren Gemeinden ein dichteres Netz an Vereinen als in den Großstädten.

Der Bereich Kultur und Freizeit eröffnet für Unternehmen ein breites Engagementfeld. Unternehmen können z.B. folgendes tun:

  • Kultur- und Freizeiteinrichtungen finanziell unterstützen oder Spendenaktionen für Vereine organisieren

  • mit Sachspenden unterstützen oder betriebliche Infrastruktur bereitstellen oder überlassen

  • Kultur- oder Sportvereinen durch unternehmerisches Know-How unterstützen, z. B. in den Bereichen Finanzierung und Steuern, Technik und IT oder Werbung und Public Relations

  • Mitarbeiter für Aktivitäten im Kultur- und Freizeitbereich freistellen (z. B. im Rahmen eines sogenannten Corporate Volunteering Programms) 

Wichtig für Betriebe ist dabei, dass sie ihre Aktivitäten abstimmen, z. B. mit der städtischen Sport- und Kulturförderung, mit Vereinen oder mit anderen Unternehmen. Auch längerfristige Partnerschaften können hier für alle Seiten sinnvoll sein. Das erhöht die Wirkung und trägt dazu bei, das Angebot langfristig vielfältig zu gestalten.