Frau schiebt Tablet in Bücherregal
© Kzenon / Fotolia.com

Diese und weitere Zukunftsfragen zur digitalen Bildung warten auf empirisch fundierte Antworten. Die vielzähligen, meist kleinen Teil- und Einzelstudien lassen ein verwirrendes, manchmal auch widersprüchliches Wirklichkeitsbild entstehen. Empirisch fundierte Analysen im vergleichenden Überblick zu allen Bildungsbereichen sucht man hingegen vergebens. Dazu führt die Bertelsmann Stiftung gemeinsam mit dem MMB-Institut für Medien- und Kompetenzforschung  den "Monitor Digitale Bildung in Deutschland" durch. Er wird die Nutzung und den Nutzen digitalen Lernens in Schule, Ausbildung, Hochschule und Weiterbildung erfassen, analysieren und transparent machen: Welche Verbreitung haben digitale Lerntechnologien und  wie werden sie eingesetzt? Welche pädagogischen Konzepte betten digitale Lerntechnologien am besten ein? Trägt die Digitalisierung zur Verbesserung der Chancengerechtigkeit bei oder vergrößert sie gar soziale Unterschiede in der Teilhabe?

Der Monitor liefert repräsentative Antworten auf offene konzeptionelle Fragen jenseits gut beforschter infrastruktureller Aspekte, z.B.:

  • Welche Impulse zur Verbesserung des Lernens und für neue pädagogische Konzepte können digitale Technologien in Schule und Ausbildung, Studium und Weiterbildung wirklich geben?
  • Unter welchen Bedingungen können Lernmotivation und Lernergebnisse verbessert werden?
  • Wie kann digitales Lernen die Bildung benachteiligter Lerner fördern und den Zugang zu den jeweiligen Bildungssektoren insgesamt erhöhen?
  • Wie können Lehrkräfte sinnvoll auf die Verwendung und ggf. Erstellung von digitalen Bildungsmedien vorbereitet und dabei unterstützt werden?

Zu weiteren interaktiven Grafiken.

Der Monitor bietet Orientierung für alle Stakeholder im Bildungssystem, indem er die derzeit technik- und gefahrendominierte Debatte auf die Kernfrage des Nutzens der Digitalisierung für das Lernen und die Pädagogik lenkt. Er zeigt, wo und wie sich konkrete Effekte auf Teilhabe und personalisiertes Lernen ergeben, und unterstützt so die Verbreitung und Akzeptanz guter Konzepte bei Entscheidern und Pädagogen, aber auch Lernern und Eltern. Der Fokus liegt dabei klar auf den staatlichen bzw. öffentlich geförderten Einrichtungen.

Befragt werden sowohl die potentiellen Nutzer von digitaler Bildung, also Schüler, Auszubildende, Studierende und Weiterbildungsteilnehmer als auch Lehrkräfte an Schulen und Berufsschulen, Ausbilder, Professoren und Trainer im gesamten Bundesgebiet. Der „Monitor Digitale Bildung in Deutschland“ bietet damit erstmalig eine breite und vergleichbare empirische Datenbasis über alle Bereiche des digitalen Lernens hinweg und damit auch die Möglichkeit, sektorenübergreifend und vergleichend zu diskutieren. Dabei steht der Gedanke der sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe im Vordergrund.

Das mmb Institut - Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung bietet als unabhängiges, privates Forschungsinstitut wissenschaftlich fundierte Entscheidungsgrundlagen für Akteure aus Bildung, Wirtschaft und Politik. Zur Beantwortung komplexer Fragestellungen führt das mmb Institut -  Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH empirische Studien, Analysen und Untersuchungen durch, veranstaltet Expertenhearings und Workshops, moderiert Gesprächsrunden und leitet aus den Ergebnissen Handlungsempfehlungen und Konzepte ab.