Studierende der Netzwerke
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Die Entscheidungsprozesse in den Kommunen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. An Bedeutung haben vor allem weniger hierarchische und mehr horizontale Abstimmungen in Netzwerken gewonnen. Die hierfür notwendige Arbeitsweise und das Selbstverständnis unterscheiden sich jedoch stark von der in Verwaltungen und bei Trägern üblichen Erfordernissen. Entsprechend liegt die Frage nahe, wie derzeit die hierfür notwendigen Kompetenzen in der Ausbildung von Fach- und Führungskräften vermittelt werden.

In der Studie wurden einschlägige Studiengängen an 28 deutschen Hochschulen untersucht, um Seminarangebote zu identifizieren, die zur Zusammenarbeit zwischen der Kommunalverwaltung und der Zivilgesellschaft befähigen sollen.

Die Ergebnisse zeigen, dass es zwar eine Reihe von Hochschulen gibt, die sich mit Netzwerkarbeit als neue Anforderung an künftige Fach- und Führungskräfte befassen. Die Analyse macht allerdings deutlich, dass dies erst vereinzelt in klare Konzepte mündete, in denen die Studierenden mit der Praxis des Netzwerkmanagements vertraut gemacht werden.

Insbesondere in Bachelor-Studiengängen sowie Studiengängen der öffentlichen Verwaltung sind der Governance-Diskurs und die Netzwerkperspektive noch nicht hinreichend verankert. Aus den guten Beispielen ließen sich jedoch eine Reihe von Empfehlungen für den weiteren Ausbau der Ausbildungsgänge ableiten.

Die explorative Studie wurde von Prof. Herbert Schubert im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt.