Junge mit Vergrößerungsglas im Hintergrund grüne Wiese mit Bäumen
Tom Wang / Shutterstock Images

Über 100 Vertreter der Trägerverbände, Kommunen, Landkreise und des Ministeriums sowie bildungspolitische Sprecher, KiTa-Beschäftigte und Eltern diskutierten auf der Abschlussveranstaltung gemeinsam die zentralen Projektergebnisse von „KiTa ZOOM“. Im Kern ging es um die Frage, wie die KiTa-Finanzierung in Brandenburg reformiert und ein stufenweiser Qualitätsausbau im Land auf den Weg gebracht werden kann.

Das Statement von Günter Baaske, Minister für Bildung, Jugend und Sport im Land Brandenburg, brachte die Gelingensbedingungen von KiTa ZOOM auf den Punkt:

Durch das Projekt wurde zum einen eine wichtige Datenbasis geschaffen und zum anderen ein Dialog im Land initiiert, der es ermöglichte, zerstrittene Bänke an einen Tisch zu bringen.

Kathrin Bock-Famulla, Projektleiterin von „KiTa ZOOM“, präsentierte am Vormittag in drei Blöcken die zentralen Handlungsempfehlungen für das KiTa-System (Vortragsfolien). "Gute" Bildung, Betreuung und Erziehung in Brandenburgs KiTas braucht demnach …

I. … bessere und verlässlichere strukturelle Rahmenbedingungen, um die gesetzlich bestehenden und darüber hinaus pädagogisch notwendigen Qualitätsanforderungen ermöglichen zu können.

II. … eine KiTa-Finanzierung für "gute" Qualität, Wirtschaftlichkeit und gleiche Chancen.

III. … eine verbindliche Verantwortungsgemeinschaft, ein kompetentes Gesamtsystem und einen kontinuierlichen Dialog.

Diese Handlungsempfehlungen sind Ergebnisse einer Analyse der Ist-Situation in Brandenburgs KiTas. „KiTa ZOOM“ hat die Strukturen, die Betriebskosten in KiTas und deren Finanzierung transparent gemacht. Die Ergebnisse aus den drei repräsentativen Modellregionen finden Sie hier und hier. Als Basis für eine gemeinsame Zielperspektive wurde mit allen Akteuren des KiTa-Systems eine Vision „guter“ KiTa-Qualität erarbeitet. Die in diesem Prozess entwickelten Qualitätsleitfäden sind hier und hier zu finden. Abschließend entstanden im dialogischen Prozess Szenarien und Handlungsoptionen, die aufzeigen, was diese KiTa-Qualität zukünftig kosten würde.

Die für die politische Debatte entwickelten Reformvorschläge wurden auf der Veranstaltung zur Diskussion gestellt. "Die Daten zwingen uns dazu, etwas an der Steuerung zu verändern", kommentiert Gerrit Große, bildungspolitische Sprecherin der Linken (MdL Brandenburg). Einig waren sich alle darüber, dass ein Stufenplan notwendig ist, um bessere und verlässlichere strukturelle Rahmenbedingungen für KiTas zu gewährleisten.

Abschluss Gesamtsystem KiTa-Zoom Abschlussveranstaltung des Projektes KiTa ZOOM am 14. April 2016 in der Staatskanzlei in Potsdam. Die Grafik zeigt die Verantwortungsgemeinschaft für ein kompetentes Gesamtsystem in Brandenburg.

Das Projekt initiierte erstmalig einen kontinuierlichen Dialog mit allen relevanten Akteuren über eine Systemreform auf Landesebene. Im Projektverlauf haben sich so nach und nach die verschiedenen Ebenen und Akteure im KiTa-System beteiligt und zu einer Verantwortungsgemeinschaft zusammen gefunden. Diese will die Ergebnisse aus „KiTa ZOOM“ in Zukunft weiter für eine Reform der KiTa-Finanzierung nutzen. Die Verantwortlichen in Brandenburg dankten der Stiftung dafür, dass sie nicht nur praktische Planungs- und Steuerungsinstrumente entwickelt, sondern auch eine Brücke der Verständigung gebaut hat, über die künftig eine bessere KiTa-Finanzierung möglich wird.

"KiTa ZOOM" als Brückenbauer in Brandenburg

Die Rolle der Bertelsmann Stiftung während der vergangenen drei Jahre „KiTa ZOOM“ fasste Reinhold Tölke, Jugendamtsleiter der Landeshauptstadt Potsdam, mit den folgenden Worten zusammen: "Sie haben es geschafft, uns alle gemeinsam in ein Boot zu holen. Sie haben uns gezeigt, in welche Richtung wir eigentlich wollen, haben uns sanft angeschubst und mit Proviant versorgt. Jetzt heißt es paddeln und das müssen wir alle gemeinsam!".

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„KiTa ZOOM“ als Brückenbauer in Brandenburg

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