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Sichtweisen von Familien sind bedeutsam

Phase I des Projektes hat deutlich gemacht, dass für die Wirkung kommunaler Präventionsangebote bei Kindern und Jugendlichen die Mitwirkung der Familien ein kritischer Erfolgsfaktor ist. In Phase II werden die standardisierte Familienbefragung (Fallzahl: über 4.400 Familien in NRW) und die qualitativen Elterninterviews vertieft. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach sozialräumlichen Effekten auf die Inanspruchnahme präventiver Angebote, Hintergründen mangelnder Elternkompetenz und Unsicherheiten im Erziehungsverhalten sowie Fragen der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen bei „strittigen“ Problemen. Ziel ist, hieraus Lehren für die Ausgestaltung von und den Zugang zu kommunalen, präventiven Angebote zu ziehen, damit diese größtmögliche Wirkung entfalten können.

Voraussetzungen für die Inanspruchnahme

Die Wirkung kommunaler Präventionsangebote auf Kinder und Jugendliche bedarf der Mitwirkung durch die Familien. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse aus der ersten Projektphase. Drei wesentliche Voraussetzungen für die Wirksamkeit wurden herausgearbeitet: Die Inanspruchnahme kommunaler (primär-)präventiver Angebote durch die Familien ist die Voraussetzung dafür, dass überhaupt etwas beim Kind bewirkt werden kann. Für die Inanspruchnahme präventiver Angebote spielen die elterlichen Fähigkeiten, die Bedürfnisse des Kindes richtig einschätzen (Problemsensitivität) und die erforderlichen Handlungen im Alltag umsetzen (Compliance) zu können, eine hervorgehobene Rolle. Damit es zur Inanspruchnahme kommt, kommt es darauf an, dass die Eltern die Situation als beeinflussbar sehen (Selbstwirksamkeitserwartung).

Vertiefende Auswertungen

 Auf Basis dieser Erkenntnisse werden vertiefende Auswertungen der in Phase I durchgeführten standardisierten Familienbefragung von über 4.400 Familien in NRW und der 45 qualitativen Elterninterviews vorgenommen. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach sozialräumlichen Effekten auf die Inanspruchnahme präventiver Angebote, Hintergründen mangelnder Elternkompetenz und Unsicherheiten im Erziehungsverhalten sowie Fragen der Inanspruchnahme von Hilfeleistungen bei „strittigen“ Problemen (etwa bei Störungen der Entwicklung, der Emotionalität und des Sozialverhaltens). Daraus sollen Lehren für die Ausgestaltung kommunaler, primär-präventiver Angebote gezogen werden, damit diese größtmögliche Wirkung entfalten können.

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