MB-Photography.eu

Engagement, Partizipation und Demokratie müssen erlernt werden, um gelebt werden zu können

Für die Zukunft unseres Gemeinwesens hat zivilgesellschaftliches Handeln eine zentrale Bedeutung. Viele Angebote in Bildung, Sport, Kultur oder auch dem Katastrophenschutz werden von Freiwilligen getragen. Und auch die Demokratie braucht Menschen, die Gegenwart und Zukunft aktiv mitgestalten. Die Bereitschaft zu Engagement, Partizipation und demokratischem Handeln kommt nicht von selbst zustande. Sie muss in der jungen Generation geweckt werden. Dies gelingt, wenn Kinder und Jugendliche lebensnah und an realen Problemen lernen.

Erfolgreicher Test von Handlungsansätzen für Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen

„jungbewegt“ ist in Partnerschaft mit den Ländern Berlin, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sowie fünf Kommunen entwickelt worden. In über 100 Bildungseinrichtungen haben pädagogische Fachkräfte Qualifizierungen, Coachings und didaktische Materialien erhalten. So sind zahlreiche Projekte entstanden, die mehrere Tausend junge Menschen erreichen. Unsere Publikationen bieten Ihnen Wissen, Methoden und Praxisbeispiele.

Fakten und Folgen

  • Zugänge zum Engagement sollten gleich verteilt sein. Das gilt es zu verbessern:
    Mit 44 Prozent engagieren sich doppeltso viele Gymnasiastinnen und Gymnasiasten als Hauptschülerinnen undHauptschüler (19 Prozent).
  • Junge Bevölkerungsgruppen distanzieren sich vom Politikbetrieb – Engagement für gesellschaftspolitische Fragen stärken:
    Nur 40 Prozent der Jugendlichen bezeichnen sich als politisch interessiert.
  • Das Potenzial für Engagement besser ausschöpfen – Angebote schaffen:
    Die Hälfte der noch nicht engagierten Jugendlichen würde sich gern einbringen, setzt diesen Wunsch aber noch nicht um.

Gesellschaftliches Engagement von Kindern und Jugendlichen schafft Veränderungen für das eigene Lebensumfeld und fördert ihre Persönlichkeitsentwicklung durch die Stärkung des Selbstbewusstseins und der eigenständigen Handlungskompetenz. Wir Erwachsene sind dafür verantwortlich, ihre Teilhabemöglichkeiten zu stärken.

Dr. Brigitte Mohn, Mitglied des Vorstandes, Bertelsmann Stiftung

Transfer im Fokus

Mit drei Handlungsansätzen wollen wir bis 2019 eine größere Breitenwirkung erzielen:

Wir suchen den Dialog mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis, mit Verantwortlichen in Ministerien und Politik. Gutachten unterstützen sie, Veranstaltungen bringen sie zusammen.

Wir qualifizieren Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in Zusammenarbeit mit Trägern von Kitas, um die entwickelten Handlungsansätze an möglichst viele Einrichtungen weiterzutragen.

In Zusammenarbeit mit Hochschullehrenden werden Lehramtsstudierende darauf vorbereitet, Demokratiebildung in ihren Unterricht zu integrieren.