Lehrerin mit Grundschulkindern
Veit Mette

Das Programm der Bielefeld School of Education wird in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung NRW, uns und den Kommunalen Integrationszentren durchgeführt. Es ist auf insgesamt drei Jahre angelegt. Auf den ersten Durchgang, der im August 2017 gestartet ist, hatten sich 270 Personen beworben.

Schulministerin Yvonne Gebauer betont: "Das Programm 'Lehrkräfte Plus' ist ein Beitrag zur Integration und hilft Lehrkräften, die in ihrer neuen Heimat NRW langfristig eine Zukunft in ihrem Beruf suchen. Die Pädagogen, die bereits in ihren jeweiligen Herkunftsländern unterrichteten, können neue Perspektiven in unsere Schulen bringen. Mit ihrer interkulturellen und fachlichen Kompetenz sind sie Vorbilder für gelungene Integration und Brückenbauer zu Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern mit ähnlichen Fluchterfahrungen." Auch deshalb, so die Ministerin, unterstütze das Land NRW das Pionierprojekt Lehrkräfte Plus. Das Programm gebe den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine erste Möglichkeit, sich ein Jahr lang sprachlich und pädagogisch auf eine Tätigkeit in Schulen vorzubereiten.

Auch unser Vorstand Jörg Dräger unterstreicht die Bedeutung des Programms: "Schulen brauchen auch die Kompetenz von Lehrkräften mit Migrationshintergrund. Deswegen sollten wir auch qualifizierten und engagierten Lehrkräften aus dem Ausland Wege eröffnen, im deutschen Schulsystem arbeiten zu können." Mit dem Programm 'Lehrkräfte Plus' werde ein solcher Pfad für Lehrkräfte mit Fluchtgeschichte geschaffen, so Dräger.

Interessierte können sich bis zum 15. März an der Universität Bielefeld bewerben. Für die Bewerbung sind Lehrkräfte mit Fluchthintergrund zugelassen. Sie müssen einen universitären Lehramtsabschluss, Berufserfahrung und Deutschkenntnisse auf B1-Niveau nachweisen. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Webseite der Bielefeld School of Education.

Über das Programm

Das Programm "Lehrkräfte Plus" wird seit diesem Jahr in ähnlicher Form auch von der Ruhr-Universität Bochum angeboten. Kooperationspartner sind das Schulministerium und die Kommunalen Integrationszentren. Das Bochumer Programm wird von der Stiftung Mercator und der Bertelsmann Stiftung gefördert.