Kleiner Junge auf dem Arm des Erziehers und links daneben die Mutter
Veit Mette

An der Schnittstelle von Elternhaus und Kita/Schule können für Kinder Barrieren entstehen, die zu Bildungsungleichheit beitragen. Während sich für das eine Kind bei den (alltäglichen) Begegnungen und Interaktionen zwischen Lehrkräften, Müttern, Vätern und Kindern Chancen eröffnen, entstehen für andere Kinder Barrieren, die ihnen die Teilhabe und den Zugang zu Bildung erschweren - unabhängig von ihren persönlichen Fähigkeiten. Welche unsichtbaren Prozesse dazu führen, ist weitgehend unerforscht. 

Daher müssen die alltäglichen Interaktionen und Begegnungen von Eltern, Kindern sowie Fach- und Lehrkräften untersucht werden. Schließlich sollen allen Kindern faire Zugänge zu Chancen im Bildungssystem eröffnet werden. Mit dem Team von Prof. Dr. Tanja Betz, Kindheitsforscherin und Pädagogin an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, führen wir dazu das Kooperationsprojekt "Kinder zwischen Chancen und Barrieren. Wie Eltern, Kinder und Fachkräfte aus Kita und Schule interagieren" durch.

In zwei Teilprojekten wird gefragt:

  1. Mit welchen Haltungen, Orientierungen und Erwartungen begegnen sich Mütter, Väter und die Fachkräfte in Kita und Schule? Welche Erfahrungen haben sie gemacht? Was wünschen Sie sich für die Zukunft? Weitere Informationen
  2. Wie empfinden Kinder den Umgang von Eltern und Fachkräften miteinander? Was wünschen sie sich mit Blick auf die Zusammenarbeit ihrer Mütter und Väter mit Kita und Schule? Wie sehen sie ihre eigene Rolle dabei? Weitere Informationen

Ziel des Projektes ist es, einen neuen Impuls in die aktuelle bildungspolitische Debatte einzubringen. Dabei stehen die alltäglichen Interaktionen der Akteure unter dem Gesichtspunkt der Bildungsungleichheit im Vordergrund. Auch die in diesem Kontext häufig geforderte "Bildungs- und Erziehungspartnerschaft" zwischen Eltern und Fach- und Lehrkräften wird reflektiert und hinterfragt.

In einem nächsten Schritt werden Konzepte entwickelt, wie und unter welchen Rahmenbedingungen die Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kindern und Fach- und Lehrkräften gelingen kann, damit es nicht zur (Re-)Produktion von Bildungsungleichheit kommt.  Dazu werden:

  • Handlungsempfehlungen für die sozial- und bildungspolitische Gestaltung des Aufwachsens von Kindern erarbeitet und
  • Ansätze für eine ungleichheitssensible Praxis in Kitas und Grundschulen entwickelt.

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