Denkendes Kind mit dem Finger am Mund.
Veit Mette

Die Chancen von Kindern und Jugendlichen auf Bildung und Teilhabe sind in Deutschland ungleich verteilt. Das zeigt sich seit Jahren in allen Bildungsberichten. Offensichtlich gelingt es bisher noch nicht, die Mechanismen zu durchbrechen, die zur Entstehung und Verfestigung von Bildungsbarrieren für Kinder und Jugendliche beitragen.

Gerade die Schnittstelle von Familien und Bildungsinstitutionen, an der Eltern, Kinder und Fach- und Lehrkräfte aus Kitas und Grundschulen miteinander in Kontakt treten, wird in der Diskussion um mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem wenig in den Blick genommen. Unter dem Stichwort der „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft“ gibt es zwar eine lebhafte Debatte darüber, dass eine bessere und intensivere Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fach- und Lehrkräften dazu beitragen soll, die Bildungschancen von Kindern zu verbessern. Dabei wird gefordert, dass sich beide Seiten als „Partner auf Augenhöhe“ begegnen. Allerdings handelt es sich bei dieser Idee der „Partnerschaft“ um ein sehr positiv besetztes Idealbild, das besonders in Deutschland wissenschaftlich noch wenig bearbeitet wird.

Hier setzt das Kooperationsprojekt der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Bertelsmann Stiftung an. Die Kindheitsforscherin und Erziehungswissenschaftlerin Prof. Dr. Tanja Betz untersucht mit ihrem Team, was im Zusammenspiel von Familie und Kindertageseinrichtungen sowie Grundschulen passiert:
• Mit welchen Vorstellungen und Haltungen begegnen sich die Akteure?
• Wie wird das Thema rechtlich, bildungs- und sozialpolitisch sowie in den Fachdiskursen gerahmt?
• Welche Position nehmen dabei eigentlich die Kinder ein?

Junge mit Finger am Mund. Termin der Veranstaltung: 31. Mai 201, von 11:15 bis 17:15.

Erste Ergebnisse der Forschung werden Tanja Betz und ihre Mitarbeiterinnen auf dem Expertenforum vorstellen. Im Vorfeld schicken wir Ihnen dazu die neue Publikation „Partner auf Augenhöhe? Forschungsbefunde zur Zusammenarbeit von Familien, Kitas und Schulen mit Blick auf Bildungschancen“ zu.

Wir freuen uns, gemeinsam mit Ihnen zu diskutieren. Ziel ist es, bildungs- und sozialpolitische Handlungsimpulse für eine Zusammenarbeit von Fach- und Lehrkräften, Eltern sowie Kindern zu entwickeln, damit Bildungschancen verbessert werden können.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums sind Akteure aus den Bereichen frühe Bildung, Familienbildung sowie der Grundschule. Neben Vertreterinnen und Vertretern aus den zuständigen Fachministerien, Weiterbildungsinstituten und Verbänden sprechen wir auch politische Akteure, Wissenschaft, Eltern und Schülervertreter/innen an.

Wir laden Sie herzlich ein, Ihre Sichtweise auf das Thema einzubringen und neue Impulse mit in Ihre Arbeit zu nehmen.

Das Programm finden Sie hier.

Die organisatorischen Hinweise finden Sie hier.

Mit Ihrem Teilnehmercode können Sie sich hier anmelden.

Weitere Informationen zu dem Kooperationsprojekt erhalten Sie hier.

Wir freuen uns auf Sie!