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Katja Evertz, Cortex digital / Flickr - CC BY 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

BarCamp Arbeiten 4.0

Was bedeutet eigentlich Arbeit 4.0?

Digitalisierung ist mehr als die Effizienzsteigerung - es ist die Flexibilisierung der Arbeitsabläufe, die Abflachung von Hierarchien, die Suche nach mehr Sinn in der Arbeit. weiterlesen

Die Digitalisierung stellt wirtschaftliche, zivilgesellschaftliche und politische Institutionen sowie Unternehmen vor große Herausforderungen. Gemeinsam mit den Megatrends der Demografie, der ökonomisch vernetzten Welt und der Governance-Herausforderungen für Unternehmen und ganze Staaten kommt der Digitalisierung sowohl als Treiber als auch als Lösungsansatz für globale Herausforderungen eine zentrale Rolle zu. Die Digitalisierung zeichnet sich dabei gegenüber früheren gesellschaftlichen Veränderungen durch eine exponentielle Geschwindigkeit, die Kombination verschiedener technologischen Entwicklungssprünge sowie die grenzen- und institutionenübergreifende Wirkung aus.

Es kommt demnach darauf an, für diese neue Qualität der Entwicklung ein Bewusstsein zu entwickeln und einen Raum oder auch Plattform zu bieten, um jenseits tradierter Paradigmen über Handlungsansätze angesichts dieser Herausforderungen zu diskutieren. Hierfür müssen wir neue Projektwege gehen. Das Internet der Dinge, das Arbeiten in der Cloud und das Denken in den ökonomischen Dimensionen der Plattformökonomie wie Airbnb und Uber stellen aber eben gewohnte Arbeits- und Geschäftsparadigmen auf den Kopf und fordern ein flexibleres Anpassen aller Akteure. Eine Fortschreibung der Logik der Effizienzsteigerung greift angesichts des qualitativen Sprungs der wirtschaftlichen Entwicklung hierbei zu kurz. Digitalisierung bedeutet nicht Technisierung sondern Disruption, bedeutet nicht ein neues Planungsparadigma sondern den Umgang mit dem Ungewohnten, bedeutet nicht ex-ante-Gewissheit sondern ex-post-Lernen.

Gleichzeitig existiert aber noch kein empirisch begründeter Erfahrungshintergrund, wie mit dieser Disruption umzugehen ist, so dass allgemein ein hoher Grad an Ratlosigkeit festzustellen ist. Es fehlt bisher ein Bild davon, wie der Entwicklungspfad der Gesellschaft, der Politik wie auch der Unternehmen vom Analogen zum Digitalen aussehen könnte.

Inhaltlich ist es daher das Ziel, KMUs für dem Umgang mit der Digitalisierung sensibilisieren. Damit einhergehend soll auch ein Ahnung von der digital bedingten Disruption bestehender Geschäftsmodelle entwickelt werden.

Unsere Fallstudien identifizieren gute Beispiele von Unternehmen, die den Übergang ihrer Arbeitsprozesse und Produktionsprozesse in das Zeitalter der Digitalisierung bis hin zur Anpassung des eigenen angestammten Geschäftsmodells bewältigt haben.

Unsere Projektaktivitäten im “Qualitätssiegel Familienfreundicher Arbeitgeber”, dem “Stress-Tool” für Unternehmen und dem “INQA-Audit Zukunftsfähige Unternehmenskultur” ergänzen den Blick auf neue Geschäftsmodelle sowie der Veränderung von Arbeitsumgebungen und -kulturen. Mit dem Projekt “Regionale Verantwortung von Unternehmen” verbindet uns der regionale Ansatz bei der Auswahl der Fallstudienbeispiele sowie die genaue Betrachtung der Zukunft der Arbeit in den Regionen im Rahmen der Themeninitiative Digitale Region des Internet und Gesellschaft Collaboratory.

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