Grundschule Nord 2013 130515_IMG_0428.jpg
Jan Voth

Kommunen sind, neben dem Bund und den Ländern, im erheblichen Maße für das Bildungsangebot vor Ort verantwortlich. Aufgrund des stark zersplitterten Bildungssystems kommt Kommunen eine zentrale Rolle bei der Koordinierung und Qualitätssicherung von Bildungsangeboten zu. Das neue Thesenpapier des Projektes beschreibt die Kernelemente einer kommunalen Bildungslandschaft.

Bildung spielt eine zentrale Rolle für die Lebensqualität des Einzelnen und die Zukunftsfähigkeit einer Kommune. Für viele Städte, Landkreise und Gemeinden in Deutschland ist Bildung mittlerweile ein zentrales strategisches Handlungsfeld kommunaler Entwicklung. Die Kommunen haben längst erkannt, dass die Zukunftsfähigkeit mit den Bildungschancen der dort lebenden Menschen steht und fällt.

Die kommunalen Akteure knüpfen an ein neues Verständnis von Bildung an: Bildung ist mehr als Schule. Bildung findet an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten und in unterschiedlichen Kontexten statt: in der Familie, im sozialen Umfeld, in den Bildungsinstitutionen, in Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe, in Vereinen, in Museen, Musikschulen, Bibliotheken und Gesundheitsinstitutionen.  Immer mehr Kommunen entwickeln sich vom „Bildungsverwalter“ zum „Bildungsgestalter“. Sie gestalten ihre Bildungslandschaften vor Ort mit Hilfe dauerhafter Kooperationen der unterschiedlichen Bildungsakteure aus Zivilgesellschaft, Staat und Kommune. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern bessere Bildungsbedingungen und vielfältige Bildungsmöglichkeiten zu bieten.

Das Thesenpapier des Projektes „Lernen vor Ort – Kommunale Bildungslandschaften“ basiert auf den Erfahrungen aus der Zusammenarbeit mit den Partnerkommunen der Stiftung: Aachen, Freiburg und Leipzig. Das Papier fasst die Voraussetzungen und die Kernelemente einer kommunalen Bildungslandschaft zusammen.

Ähnliche Artikel


 

Publikation "Digitalisierung braucht Engagement"

Warum das digitale Zeitalter eine starke Lobby fürs Gemeinwohl verdient

In unserer neuen Publikation “Digitalisierung braucht Engagement” (hier lesen) zeigen wir auf, warum es starke zivilgesellschaftliche Stimmen im Feld der Digitalisierung braucht und welche Aufgaben gemeinnützige Organisationen übernehmen sollten. weiterlesen

Studie

Gesellschaftlicher Zusammenhalt in Deutschland besser als sein Ruf

Die Deutschen halten zusammen – aber dort wo Armut, Jugendarbeitslosigkeit und Überalterung hoch sind, ist der Gemeinsinn gefährdet. weiterlesen

Studie

Technologische Innovationen – Jobkiller oder Motor für Inklusives Wachstum?

Digitalisierung und Automatisierung werden in der öffentlichen Debatte oftmals mit Arbeitsplatzabbau im großen Stil und Wohlstandsverlusten in der Mittelschicht in Verbindung gebracht. Auf der anderen Seite lebt der Industriestandort Deutschland von Technologievorsprung und Innovationen. Unsere Studie zeigt, dass technologische Innovationen und ihre Durchdringung in der deutschen Wirtschaft eine wichtige Voraussetzung für inklusives Wachstum sind. weiterlesen

Studie

Versteckter Protektionismus senkt deutsche Exporte um 43 Milliarden Euro

Versteckter Protektionismus in Form von nichttarifären Handelshemmnissen (NTHs) könnte die deutschen Exporte 2015 und die deutschen Importe verringert haben. weiterlesen