Unzureichende Bildung hat für die Gesellschaft gravierende Folgen und ist langfristig mit erheblichen Kosten verbunden. Diese "Folgekosten unzureichender Bildung" zu berechnen, ist Gegenstand des gleichnamigen Projekts.

Hohe Schulabbrecherquoten, 15-Jährige, die trotz Schulbesuch nicht ausreichend lesen und schreiben können, junge Erwachsene ohne Ausbildungsabschluss und berufliche Perspektive  - alarmierende alltägliche Schlagzeilen! Allzu leicht können diese Meldungen als persönliche Misere der unmittelbar Betroffenen abgetan werden: der Schüler, Eltern und Lehrer. Doch letztendlich wird unsere Gesellschaft die Folgen dieser unzureichenden Bildung tragen.

Diese "Folgekosten unzureichender Bildung" zu berechnen ist Gegenstand des gleichnamigen Projektes. Gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft werden Berechnungen auf der Bundes-, Bundesländer- und soweit möglich Kreisebene durchgeführt. Das Projekt weist dabei die gesellschaftlichen Folgekosten innerhalb verschiedener Bereiche des gesellschaftlichen Zusammenlebens aus. Denn Bildung entscheidet nicht nur über zukünftige Lebenseinkommen und damit aus einer gesellschaftlichen Perspektive über die Höhe von Steuerzahlungen oder Einzahlungen in die Systeme der sozialen Sicherung. Der Bildungsstand spielt auch für das Risiko, von finanziellen Zuwendungen des Staates abhängig zu werden, eine erhebliche Rolle. Bildung beeinflusst das wirtschaftliche Entwicklungspotenzial einer Gesellschaft maßgeblich. Darüber hinaus kann Bildung zu einer gesunden Lebensführung und zu freiwilligem sozialen Engagement beitragen. Bildung scheint aber ebenso ein wichtiger Schutz davor zu sein, in die Kriminalität abzurutschen.

Die Berechnung der Folgekosten soll zeigen, wie wichtig Bildung aus einer langfristigen, gesellschaftlichen Perspektive ist. Vermieden werden können diese Folgekosten nur dann, wenn Wege gefunden werden, frühzeitig und wirksam in Bildung zu investieren.