Junge Menschen sitzen in einem Hörsaal. Einige lauschen einem Vortrag und blicken auf, andere schreiben.
Universität Wien / Flickr - CC BY-NC 2.0 https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/

Die gemeinnützige Initiative "Kiron Open Higher Education" rief 2015 ein Online-Studienprogramm ins Leben, das Flüchtlingen Zugang zur Hochschulbildung ermöglicht. Wir unterstützen Kiron seitdem dabei, Projekte zu konzipieren und zu entwickeln. Nun steht ein neues Projekt auf der Agenda.

Ziel des Projekts "From Camp to Digital Campus" ist es, Bildungskompetenzen, die Flüchtlinge digital erworben haben, zu dokumentieren, um sie bei einem regulären Hochschulstudium anrechnen zu können. Entsprechende Instrumente sollen mit dem bestehenden Partnernetzwerk erprobt, im Austausch mit Experten weiterentwickelt und für die breite Hochschulöffentlichkeit zugänglich und nutzbar gemacht werden. Beim neuen Projekt unterstützen wir Kiron konzeptionell in einem Strategie- und Forschungsbeirat sowie durch eine Zuwendung in Höhe von 100.000 Euro.

Das Projekt teilt sich in verschiedene Module auf. Im Modul "Kompetenzfeststellung, Anrechnung und Zertifikatsvergabe" werden Möglichkeiten und Verfahren erprobt, mit denen erworbene digitale Bildungskompetenzen bei einem Hochschulstudium angerechnet werden können. Das Modul "Hochschulworkshops" wiederum umfasst mehrere Experten-Workshops für Hochschulen und hochschulpolitische Stakeholder. Das dritte Modul soll dabei helfen, das Qualitätsmanagement von Kiron weiterzuentwickeln. Daraus fließen auch Beiträge in ein digitales Qualitätsmanagement-Handbuch ein, das gemeinsam mit Partnerhochschulen allgemein übertragbare Standards online-basierter Lehre enthalten soll.

Seit September 2016 wird Kiron im Rahmen eines Verbundvorhabens gemeinsam mit Partnerhochschulen auch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Ausführliche Infos zur Geschichte und den bereits bestehenden Projekten von Kiron finden Sie hier.

Eine große Anzahl von Migranten kommen an der mazedonischen Grenze an.

Mehr zum Thema:

Flüchtlinge in Deutschland und Europa

Zum Dossier